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In Writer-Dokumenten stehen zwei Arten von Rahmen zur Verfügung:

Der vorliegende Artikel befasst sich mit TextRahmen.


1. Was in Textrahmen nicht möglich ist

Eingangs wurde gesagt, dass man in TextRahmen fast alles tun kann was auch in sonstigen Textpassagen geht. Hier nun eine Aufschlüsselung für dieses fast.

2. Erzeugung eines Textrahmens

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, um einen TextRahmen zu erzeugen: Man kann ihn mit der Maus aufziehen, man kann ihn über einen Einfüge-Dialog erstellen und dabei gleichzeitig alle benötigten Optionen festlegen oder man kann eine Dokument-Passage markieren und über das Einfüge-Menu einen Rahmen definieren, der den markierten Bereich gleich mit aufnimmt.

2.1. Einen Rahmen mit der Maus aufziehen

Zur Erzeugung eines Textrahmens empfiehlt es sich, die Abreissleiste Einfügen (links oben in der Werkzeugleiste) mit einem Langklick zu öffnen. Wird jetzt der Cursor über das Symbol Rahmen manuell einfügen positioniert, öffnet sich ein Spaltenauswahlfenster, mit dem ausgewählt werden kann, wieviele Textspalten der zu erzeugende Rahmen haben soll. Das wird durch Ziehen des Cursors nach rechts festgelegt.

Nach einem Klick auf eine Textspalte verändert sich der Cursor in ein kleines Kreuz. Damit kann dann ein einspaltiger Textrahmen ungefähr in der gewünschten Größe gezeichnet werden. Die genauen Einstellungen erfolgen später im Formatierungsfenster für Rahmen, das jederzeit mit einem Doppelklick auf die Rahmenbegrenzung geöffnet werden kann.

2.2. Rahmen über das Einfügemenu erstellen

Über den Menuaufruf Einfügen → Rahmen öffnet man den Dialog für die Rahmen-Definition und kann bereits hier alle benötigten Einstellungen vornehmen. Der Rahmen wird an der Stelle verankert, an welcher der Cursor beim Aufruf des Einfüge-Dialogs steht.

Diese Version des Einfügens zieht man für gewöhnich vor, wennn man statt einer bestimmten Rahmengröße eine relative Größe in Prozent angeben will, wobei sich diese Prozentangaben auf das Verhältnis des Rahmens zu seinem Kontext bezieht. Fügt man beispielsweise in einen bereits bestehenden Rahmen einen weiteren ein und gibt als relative Größe 50% an, so belegt der neue Rahmen die Hälfte des ersten Rahmens. Ändert man später die Größe des ersten Rahmens, so passt sich der über %-Angaben definierte Rahmen dieser Änderung an.

2.3. Rahmen um einen bestehenden Inhalt legen

Wenn man vor dem Aufruf des Einfüge-Dialogs einen Bereich des Dokumentes markiert hat, so wird dieser Teil in den neuen Rahmen übernommen.

Wenn der markierte Bereich mehr als eine Seite umfasst, so ist nur soviel im Rahmen zu sehen, wie dessen Maximalgröße (Seitengröße) zulässt. Der Rest verschwindet jedoch nicht, man kann innerhalb des Rahmens mit den Pfeiltasten scrollen, um alles anzuzeigen.

Manchmal benötigt man einen Rahmen um eine Tabelle, wobei nach der Tabelle kein leerer Absatz mehr stehen soll. Fügt man zuerst den Rahmen ein und anschließend die Tabelle, so kann dieser leere Absatz nicht vermieden werden. Markiert man jedoch eine bestehende Tabelle und fügt den Rahmen um die Tabelle ein, so befindet sich zwischen Tabelle und Rahmenbegrenzung kein zusätzlicher Textabsatz (siehe dazu auch: TabelleInRahmen).

2.4. Rahmenvorlagen

Durch eine Kontrolle im Stylisten unter Rahmenvorlagen kann festgestellt werden, mit welcher Rahmenvorlage ein TextRahmen belegt ist. Defaultmäßig ist das die Vorlage Rahmen.

Wenn man eine neue Rahmenvorlage anlegt, so stehen nicht alle Optionen zur Verfügung, die man beim Formatieren eines bestehenden Rahmens hat. So kann der Verankerungstyp nicht in der Vorlage festgelegt werden. Leitet man jedoch aus einem bestehenden Rahmen mit der Option neue Vorlage aus Selektion eine neue Rahmenvorlage ab, so übernimmt diese auch die Verankerungseinstellungen. Oder man ändert die Verankerungsart eines eingefügten Rahmens oder einer eingefügten Grafik und wählt anschließend im Stylisten die Option Vorlage aktualisieren.

3. Möglichkeiten der Verankerung

TextRahmen lassen sich auf verschiedene Weise verankern. Damit lässt sich ihre Position innerhalb eines Textes genau bestimmen. Je nach Bedarf muss daher überlegt werden, welche Auswirkungen die Art der Verankerung hat und danach dann die Entscheidung getroffen werden.

Für TextRahmen sind vier verschiedene Arten der Verankerung möglich: Rahmen an der Seite, Rahmen am Absatz, Rahmen am Zeichen und Rahmen als Zeichen.

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3.1. Verankerung eines Textrahmens am Absatz

Rahmen, die am Absatz verankert sind, können sehr variabel formatiert werden; auch die Verankerungsart ist änderbar. Das führt dazu, dass gerade bei Rahmen selten andere RahmenVorlagen als die defaultmäßig eingestellte Vorlage Rahmen zum Einsatz kommen, was aber im Hinblick auf die Verankerung sehr zweckmäßig sein kann.

Wird der Rahmen mit einer Maus aufgezogen, wird dessen Größe zunächst grob nach Augenmaß eingerichtet. Dennoch sind in der Rahmenvorlage bereits Voreinstellungen wirksam, die sich auf die Nacharbeitung im Formatierungsfenster (Rahmen markieren und doppelklicken!) auswirken.

  • Da es sich um einen Textrahmen handelt, ist im Rahmen ein leerer Absatz vorhanden, der mit der Absatzvorlage Rahmeninhalt belegt ist. Die Zeichengröße legt deshalb die Mindesthöhe des Rahmens fest, selbst wenn dieser kleiner gezeichnet wurde. Das kann überprüft werden, wenn Rahmen -> Typ -> Größe -> aut. Größe deaktiviert wird. Sobald aber die Rahmenhöhe größer als die Zeichenhöhe gezogen wird, wird im Formatierungsfenster auch die tatsächliche Rahmenhöhe angezeigt.

  • Die Rahmenposition hat ihre Bezugspunkte in der Grundeinstellung zum Absatzbereich und dem Seitenrand. Diese Bezugspunkte sind im Formatierungsfenster ebenfalls änderbar.

  • Der Rahmen (mit seinem späteren Textinhalt) ist unter Rahmen -> Zusätze zunächst druckbar eingestellt. Dort können dann noch gewünschte Schutzfunktionen für Inhalt, Position und Größe aktiviert werden.

  • Unter Rahmen -> Umlauf können die Umlaufbedingungen für den Text eingestellt werden, innerhalb oder am Rande dessen der Rahmen positioniert wird. Als Voreinstellung ist der Abstand zum Umlauftext nach allen Seiten mit 0,20 cm angegeben. Im Grunde ist die Einstellung zweckmäßig, da es nicht besonders schön aussieht, wenn beispielsweise der Umlauftext ohne Abstand unmittelbar an einen umrandeten Textrahmen anschließt. Gelegentlich kann diese Voreinstellung aber zu Irritationen führen.

  • In der Grundeinstellung ist der Textrahmen mit einer Umrandungslinie versehen, die mit einem Abstand zum aufzunehmenden Text ringsum mit 0,15 cm voreingestellt ist. Der Abstand zur Umrandung kann im Gegensatz zur Texttabelle jedoch auf Null gestellt werden.

  • Wird der Rahmen verschoben, wandert die Verankerungsmarke an den Anfang des Absatzes, in dem der Rahmen beginnt. Trotzdem kann ein größerer Absatz über mehrere nachfolgende Absätze hinausreichen.

3.1.1. Anwendungsbeispiel

Ein typisches Beispiel für die Verankerung am Absatz ist die Verwendung eines Textrahmens als Marginalie. Ein Marginalienrahmen ist links oder rechts vom Haupttext positioniert und dient in der Regel dazu,den Inhalt des nebenstehenden Absatzes in kurzen Anmerkungen zusammengefasst aufzunehmen.

Als Grundeinstellungen dafür werden die Textrahmen mit der Rahmenvorlage Marginalie formatiert. Für den Haupttext wird die Absatzvorlage Marginalie verwendet und die Einstellungen in den Vorlagen entsprechend der eigenen Wünsche geändert.

3.1.2. Grafik wie Textrahmen formatieren

Wird eine Grafik eingefügt, braucht diese dazu keinen eigenen Textrahmen, in den sie aufgenommen werden müsste. Der Grafik, über die Werkzeugleiste Einfügen -> Grafik einfügen eingefügt, wird in der Grundeinstellung die Rahmenvorlage Grafik zugewiesen.

Die Besonderheiten dieser Rahmenvorlage sind,

  • dass ihre Größe von der Originalgröße der Grafik oder bei zu großen Grafiken vom maximalen zur Verfügung stehenden Platz auf der Dokumentseite bestimmt wird,
  • dass der Umlauf auf kein Umlauf eingestellt ist, was in der Praxis häufig korrigiert werden muss,

  • dass die Vorlage einen weiteren Reiter für Grafik zuschneiden hat,

  • dass auch die Grafik selbst mit einer Umrandung versehen werden kann und dafür nicht zwangsläufig einen zusätzlichen Rahmen braucht.


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3.2. Verankerung eines Textrahmens an der Seite

Die defaultmäßig verwendete Rahmenvorlage Rahmen eignet sich auch dann, wenn der Textrahmen an der Seite verankert werden soll. Grundsätzlich gelten hier auch die Einstellungshinweise, wie sie auch für die Verankerung Rahmen am Absatz gelten.

Um die Verankerung an die Dokumentseite einzustellen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die Einstellung über das Rahmenformatierungsfenster

Rahmen markieren -> Rahmen doppelklicken -> Reiter Typ - Verankerung - an Seite einstellen

  • Die Einstellung über das Symbol in der Rahmen-Objektleiste

Rahmen markieren (Rahmen-Objektleiste wird aktiv!) -> Langklick auf des Ankersymbol -> auf Seite klicken

Bei markiertem Rahmen ist sein Ankersymbol an der Dokumentenseite links oben zu sehen.

3.2.1. Besonderheiten der Verankerung an der Seite

Bezugspunkt für die Position des Rahmens ist in der Grundeinstellung die gesamte Seite von links und von oben. Aber auch hier kann im Formatierungsfenster unter dem Reiter Typ der Bezugspunkt für die Position geändert werden.

Durch die Verankerung an der Seite wird der Rahmen fest an die Seite gebunden. Seine Position ist damit nicht mehr vom Fließtext und seinen Absätzen abhängig.

Wenn also bereits mehrere Dokumentseiten erstellt sind und beispielsweise auf Seite 5 ein Rahmen an der Seite verankert wurde, sind die Seiten bis dorthin nicht zu löschen, selbst wenn der gesamte Text mit Strg+A markiert und gelöscht wird.

Durch die Textmarkierung werden nur Elemente erfasst, die im Textbereich positioniert sind, also auch am Absatz verankerte Rahmen, die mit Strg+A ebenfalls markiert würden. Die Verankerung eines Rahmens an der Seite liegt jedoch außerhalb dieses Textbereiches und bleibt daher auch nach der Löschung aktiv. Somit ist diese Seite 5 auch nicht löschbar und damit auch nicht alle vorausgehenden Seiten.

Hierin liegt auch der Grund, dass Rahmen, die an der Seite verankert sind, nicht als Textbausteine abgelegt werden können.

Der an der Seite verankerte Rahmen muss also explizit gelöscht werden, oder seine Verankerung wird zuvor auf Rahmen am Absatz geändert.

Die physische Bindung an der Seite verankerter Objekte kann sich auch ausserhalb des betreffenden Dokumentes auswirken: So verankerte Rahmen, Objekte oder Grafiken eines Dokumentes werden weder in GlobalDokumenten angezeigt, in die das Dokument aufgenommen wird, noch in anderen Writer-Dokumenten, in die eine solche Datei oder Teile davon als verknüpfter Bereich aufgenommen wurde.


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3.3. Verankerung eines Textrahmens am Zeichen

Die Besonderheiten dieser Verankerungsart erschließen sich nicht auf den ersten Blick, da hier zuerst die Position des Textrahmens innerhalb eines Textabsatzes eingestellt werden muss und erst dann die Verankerung am Zeichen geschaltet werden darf. Dann kann der Rahmen markiert und ausgeschnitten und innerhalb des Absatzes an jedes beliebige Zeichen verankert werden.

Bei der Verankerung mit Rahmen am Absatz kann zunächst augenscheinlich dasselbe Ergebnis erreicht werden. Bei dieser Verankerungsart ist der Bezugspunkt aber immer der Absatzanfang. Die verschiedenen Bezugspunkte bedingen aber letztendes die unterschiedlichen Positionen innerhalb eines Textabsatzes, wenn diesem nachträglich weiterer Text hinzugefügt wird.

Mit einer beispielhaften Einstellung soll das verdeutlicht werden.

3.3.1. Problemstellung

Ein Textrahmen oder eine Grafik soll so in einem Textabsatz so verankert werden, dass er grundätzlich mittig und zentriert in diesem Textabsatz positioniert bleibt, auch wenn nachträglich noch vor oder nach dem Rahmen (der Grafik) Text hinzugefügt wird.

3.3.2. Erste Formatierungsschritte

Zunächst wird der Rahmen eingefügt und am Absatz verankert. Wenn er auf allen Seiten von Text umflossen werden soll, wird der Umlauf nach dementsprechenden Seiten auf den gewünschten Abstand eingestellt.

Im Rahmenformatierungsfenster (Rahmen markieren und dann doppelklicken!) wird die Position unter dem Reiter Typ auf Horizontal -> Zentriert -> Absatztextbereich und auf Vertikal -> Mitte -> Textbereich eingestellt.

Diese Einstellung bewirkt eine zentrale Positionierung des Rahmens innerhalb des Absatztextes abhängig von der verwendeten Absatzvorlage. Die Position ändert sich also, wenn die Absatzvorlage für diesen Absatz z.B. von Textkörper auf Marginalie geändert wird und als horizontaler Bezugspunkt Absatztextbereich angegeben wurde.

Solange der Absatz auf einer Dokumentseite Platz hat und nicht auf die Folgeseite umgebrochen wird, sind die Auswirkungen der Verankerungsart am Absatz oder am Zeichen identisch. Unterschiedliche Auswirkungen haben die Verankerungsarten erst dann, wenn der Absatz teilweise auf die Folgeseite umgebrochen wird.

3.3.3. Auswirkungen beim Verankern am Absatz

Wenn der Absatz, in dem der Rahmen zentral positioniert sein soll, auf die Folgeseite umgebrochen werden muss, wird der Absatz in zwei Teile zerlegt. Folglich muss entschieden werden, in welchem Teilabsatz die zentrale Positionierung erfolgen soll.

Da der Anker bei Rahmen am Absatz immer am Absatzanfang gesetzt ist, wird der Rahmen immer im ersten Absatzabschnitt positioniert, gleichgültig wie groß dieser Abschnitt ist.

3.3.4. Auswirkungen beim Verankern am Zeichen

Soll das Programm jedoch den Rahmen stets in dem Absatzabschnitt zentral positionieren, der größer ist, kann dies nur mit der Verankerung Rahmen am Zeichen erreicht werden.

Dazu wird die Verankerung auf am Zeichen geändert und der Rahmen in die Zwischenablage ausgeschnitten.

Der Cursor wird nun auf ein Zeichen geklickt, dem der Rahmen folgen soll und der Rahmen dort wieder aus der Zwischenablage eingefügt. Sobald dieses Zeichen auf die Folgeseite umgebrochen wird, folgt auch der Rahmen diesem Zeichen und wird in dem zweiten Abschnitt entsprechend der eingestellten Positionsangaben neu platziert. Dabei spielt es keine Rolle, an welcher Stelle innerhalb der Zeile sich das Zeichen befindet.


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3.4. Verankerung eines Textrahmens als Zeichen

Bei folgender Beschreibung wird davon ausgegangen, dass in einem fortlaufenden Text Lücken eingefügt werden sollen, deren Inhalt nachträglich ergänzt werden kann, ohne dass sich dadurch die Gesamtformatierung des Textdokuments verändert. Ein Anwendungsbeispiel dafür wären Lückentexte, wie sie im Unterricht gerne verwendet werden.

/!\ Bei der Verankerung eines Textrahmens als Zeichen muss bei allen Überlegungen bedacht werden, dass dadurch dieser Textrahmen tatsächlich wie ein Zeichen aus dem gerade verwendeten Font behandelt wird!

Soll der Rahmen als Zeichen verankert werden, ist es empfehlenswert, dem markierten Rahmen die Vorlage Etiketten mit einem Doppelklick zuzuweisen. Damit besitzt der Rahmen bereits die wichtigsten Eigenschaften eines Textrahmens als Zeichen. In der Grundeinstellung ist er als Zeichen verankert, und hat links und rechts einen Abstand von 2 mm zu den Nachbarzeichen.

Mit einem Doppelklick wird dann das Rahmenformatierungsfenster geöffnet, unter dem Reiter Typ wird die Position auf Vertikal – Mitte – Zeile eingestellt. Wenn unter dem Reiter Zusätze -> Schützen -> Position aktiviert ist, kann diese Einstellung nur im Formatierungsfenster vorgenommen werden. Damit mit den Rahmenbegrenzungspunkten die Größe des Textrahmens im Textdokument selbst geändert werden kann, darf die Größe unter dem Reiter Zusätze natürlich nicht geschützt sein!

Wird dem Rahmen keine Umrandung zugewiesen und ist die Schriftgröße im Rahmen identisch mit der Schriftgröße im übrigen Text, kann er ohne besondere Anpassung der Zeilenabstände in den Lückentext wie jedes andere Schriftzeichen eingefügt werden.

3.4.1. »Verwendung als Sonderzeichen«

Bei der Erstellung eines Lückentextes, in den verschieden lange Lücken den Textfluss unterbrechen sollen, kann zunächst ein als Zeichen verankerter Rahmen mit relativ geringer Breite auf die beschriebene Weise erstellt und in die Zwischenablage kopiert werden. Dann stände er wie ein Sonderzeichen zum Einfügen zur Verfügung. Nach dem Einfügen kann die Breite des Rahmens der Länge des Lückeninhaltes individuell angepasst werden.

Werden solche Rahmen wiederholt zu späteren Zeitpunkten immer wieder gebraucht, kann der Rahmen auch als Textbaustein in AutoText (Strg+F3) abgelegt und über sein Kürzel + F3 eingefügt werden. Da ein Textbaustein-Kürzel immer vom vorausgehenden Text durch ein Leerzeichen getrennt sein muss, ist es jedoch ratsam, den Umlauf-Abstand links auf 0,00 cm zu stellen, um den Wortabstand mit einem Leerzeichen erzeugen zu können ohne dies anschließend wieder löschen zu müssen.

/!\ Zum Ablegen als Wortbaustein darf nicht der Rahmen selbst markiert werden. Vielmehr muss der Rahmen als Zeichen markiert sein (Doppelklick hinter der Absatzmarkierung!).

3.4.2. Rahmen im Rahmen

Zweckmäßigerweise wird ein Lückentext so formatiert, dass für Schüler die Wortlücken durch einen Unterstrich markiert sind, Lehrer aber die Lösungen in die Lücken schreiben, ohne dass sie ausgedruckt werden, aber archiviert werden können.

Das ist leicht mit zwei an Zeichen verankerten Rahmen zu realisieren. Dazu wird ein weiterer Rahmen neu erstellt und mit der Rahmenvorlage Marginalie belegt. Danach wird dieser Rahmen markiert und mit einem Doppelklick auf den Rahmen sein Formatierungsfenster geöffnet. Diese Vorlage wird unter dem Reiter Typ auf die Verankerung als Zeichen geändert, unter dem Reiter Zusätze wird Drucken deaktiviert. Beim vorhandenen ersten Rahmen bleibt Drucken aktiviert und unter dem Reiter Umrandung wird der Unterstrich erzeugt.

Anschließend wird der nicht druckbare Rahmen markiert, ausgeschnitten und danach in den druckbaren Rahmen an dessen Absatzmarke wieder aus der Zwischenablage eingefügt.

In diesen Doppel-Textrahmen können nun die Lösungswörter eingetragen werden. Beim Ausdruck erscheinen aber nur die Untertriche für die Wörter.

3.4.3. Unterschriftsgrafik in einem Textrahmen

Grafiken können auf die gleiche Weise wie Textrahmen mit den RahmenVorlagen formatiert werden. Sie müssen dafür nicht zusätzlich in Textrahmen positioniert werden.

Steht eine Unterschriftgrafik zur Verfügung, bei der der Name in lesbarer Schrift darunter wiederholt werden soll, kann auch daraus ein Textbaustein auf ähnliche Weise wie bei Rahmen in Rahmen erzeugt werden.

Die Grafik wird ebenfalls als Zeichen verankert, in einen etwas höheren Textrahmen kopiert und nach der Grafik mit einer Absatzschaltung eine weitere Zeile erzeugt, in die der Name geschrieben wird. Grafik und Namen noch zentriert positionieren.


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(./) OOo1.1 OOo2

Einen Rahmen kann man automatisch auf allen Seiten wiederholen lassen, indem er in einer Kopf- oder Fußzeile verankert wird.

4. Rahmen automatisch wiederholen lassen

4.1. Textrahmen, T-Rahmen

TextRahmen (Einfügen → Rahmen) können erst ab Version 2 von OpenOffice.org frei auf der Seite platziert werden, wenn ihr Anker sich in einer Kopf- oder Fußzeile befindet. (Dafür muss im KontextMenü die Option Textfluss folgen ausgeschaltet sein.)

In früheren Versionen können solche Rahmen nur maximal so hoch wie die Kopf- bzw. Fußzeile sein und in der Vertikalen auch nicht unter-/oberhalb dieser liegen.

Bei ZeichenObjekten, also auch bei Texten, die mit dem Textwerkzeug (Icon T) aus den Zeichenfunktionen erfasst wurden, genügt es, dass der Anker-Punkt in einer Kopf- oder Fußzeile steht, der Rahmen selbst kann in die Seite gezogen und dabei frei platziert werden. Die ZeichenObjekte werden dann an dieser Position auf allen Seiten mit gleicher Kopf-/Fußzeile wiederholt (OpenOffice.org ab Version 1.1.1).

Dies gilt für alle ZeichenObjekte. Insbesondere auch für Zeichenobjekt-Gruppen, die mit Draw erstellt, gruppiert und über die Gallery in ein Textdokument übernommen wurden (s.u.)

4.2. Grafiken

Ein Bild wird als RahmenObjekt eingefügt, nicht als ZeichenObjekt. Damit kann es in der Version 1.1 von OpenOffice.org noch nicht frei auf der Seite platziert werden und gleichzeitig seinen Ankerpunkt in einer Kopf- oder Fusszeile behalten. Ausweg aus diesem Dilemma: Man zieht mit den ZeichenWerkzeugen ein Rechteck in der richtigen Größe auf und importiert das gewünschte Bild in den Format-Einstellungen des Rechtecks (Register Bitmapmuster) als Hintergrund des Zeichenobjektes.

4.2.1. Gallery

Wenn man in Draw aus einem Objekt (z.B. einem Bitmap-Bild) mit der Funktion Umwandeln ein 3D-Objekt erstellt und dieses in die Gallery zieht, kann man es aus der Gallery wieder in ein Writer-Dokument ziehen. Diese 3D-Objekte werden dabei nicht wie normale Bildrahmen behandelt, sondern sind ebenfalls ZeichenObjekte, die wie diese in Kopf-/Fußzeilen verankert, aber frei auf der Seite platziert werden können. Hierfür eignen sich aber nicht alle Bilder, oft bekommt man Verzerrungen, die mit den 3D-Effekten nicht ausbalanciert werden können. Aber bei einfachen Logo-Grafiken kann das einen Versuch wert sein.

4.2.2. Textfluss folgen

Format - Rahmen (od. Grafik) - Register 'Typ' bzw. Format - Objekt - Position und Grösse

Auszug aus der Online-Hilfe: Hält das ausgewählte Objekt innerhalb der Layout-Grenzen des Texts, mit dem das Objekt verankert ist. Wenn Sie das ausgewählte Objekt an einer beliebigen Stelle im Dokument platzieren möchten, darf diese Option nicht ausgewählt sein. Die Option Textfluss folgen ist standardmäßig aktiviert, wenn Sie ein Dokument öffnen, das mit einer Version von OpenOffice.org erstellt wurde, die älter als OpenOffice.org 1.9.107 ist. Diese Option ist jedoch beim Erstellen bzw. Öffnen von Dokumenten im Microsoft Word-Format (*.doc) nicht aktiviert.

4.3. Siehe auch


KategorieWriter KategorieTipps


5. Siehe auch


KategorieWriter


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