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Mit unterschiedlichen Seitenvorlagen können Calc- und Writer-Dokumente in Abschnitte mit unterschiedlicher Seitengestaltung unterteilt werden. Wenn also sowohl Hoch- wie Querformat oder unterschiedliche Kopf-/Fußzeilen benötigt werden, kurz: immer dann, wenn irgendwelche Optionen des Seitenformats nicht für das ganze Dokument sondern nur punktuell geändert werden sollen, dann braucht man Seitenvorlagen.
In Draw und Impress gelten etwas andere Regeln, auf die am Ende des Beitrags noch kurz eingegangen wird.

1. Seitenvorlagen in Textdokumenten

Wenn das Arbeiten mit Vorlagen für Sie neu ist und das vorliegende Tutorial zu komplex, empfehlen wir Ihnen, anhand der Kurzanleitung UnterschiedlicheSeitenlayouts ein kleines Dokument zu erstellen - machen ist oft einleuchtender als Lesen. Anschliessend finden sie hier wieder ausführlichere Informationen, die dann leichter einzuordnen sind.

Seitenvorlagen waren im Kopierzeitalter vorgefertigte Druckvorlagen, die in einem Kopiervorlagenordner gesammelt waren, ähnlich dem Briefpapier aus der Druckerei. Für die erste Briefseite hatte man da den vorgedruckten Briefbogen. Den konnte man natürlich nicht für die Folgeseite verwenden, weil die anders gestaltet werden sollte. Ganz Schlaue haben dort in einer Kopf-/Fußzeile bereits Gestaltungselemente eindrucken lassen, die man nur noch ergänzen musste. Für Werkzeichnungen hatte man besondere Bogen in petto, die eine gleichbleibende Fußzeilengestaltung vorgedruckt hatten. Jeden dieser Bogen konnte dann allerdings nur noch für den Zweck benutzt werden, für den er bestimmt war. Dennoch war das eine Erleichterung, weil alle gleich bleibenden Gestaltungselemente, die man sonst immer wieder stupide hätte wiederholen müssen, bereits vorgegeben waren. Mit solchen Kopiervorlagen sind die Seitenvorlagen speziell im Writer zu vergleichen.

1.1. Vorlagen anwenden, bearbeiten, erstellen

1.1.1. Eine bestehende Seitenvorlage anwenden

Wie alle FormatVorlagen so werden auch Seitenvorlagen im FensterFormatvorlagen verwaltet, welches man mit F11 einblenden kann. Mit einem Doppelklick auf die gewünschte Vorlage wird diese auf das aktuelle Dokument angewendet.

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Im Writer wurde zusätzlich die Anzeige in der Statuszeile mit einem KontextMenü versehen, das einen schnellen Zugriff auf alle vorhandenen Seitenvorlagen ermöglicht. Man klickt einfach die gewünschte Seitenvorlage an und aktiviert damit eine Seitenvorlage.

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Eine Seitenvorlage wendet man nicht nur auf die aktuelle Seite an. Sie wird automatisch für alle Seiten aktiviert, die nicht durch eine entsprechende Umbruchsdefinition abgetrennt sind. Diese Umbruch-Definition ist Thema des nächsten Abschnitts.

1.1.2. Unterschiedliche Seitenvorlagen in einem Dokument

Um zwei Dokumentabschnitte zu trennen, die unterschiedliche Seitenvorlagen bekommen sollen, wird ein SeitenUmbruch benötigt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen solchen Umbruch einzufügen.

  1. Die naheliegendste geht über die Menufolge Einfügen → manueller Umbruch. Im DropDown-Feld Vorlage wählt man die Vorlage, die auf der neuen Seite angewendet werden soll und wenn auf dieser neuen Seite eine neue Seitenzählung starten soll, so kann das ebenfalls hier definiert werden

  2. Der Writer behandelt einen SeitenUmbruch nicht als Steuerungszeichen wie das z.T. in anderen Programmen gehandhabt wird. Vielmehr wird dieser Umbruch als Eigenschaft des Absatzformates gespeichert, das zum ersten Absatz der neuen Seite gehört. Und das führt uns auch zur zweiten Möglichkeit, einen Umbruch herbeizuführen: man hinterlegt ihn über Format → Absatz → Textfluß direkt im Absatzformat desjenigen Absatzes, der auf die neue Seite kommen soll.

  3. Die dritte Variante leitet sich aus der zweiten ab: Man kann die Umbruch-Definition auch in einer Absatzvorlage hinterlegen und damit die Seitenvorlagen-Zuweisung automatisieren. Zum Beispiel eigenen sich die Vorlagen für Inhalts-, Stichwort- und andere Verzeichnistitel gut für dieses Vorgehen oder auch die Vorlagen von Überschrift-1-Absätzen:
    Es genügt dann, eine solche Absatzvorlage im Dokument anzuwenden und diese sorgt auch gleichzeitig für die Zuweisung der richtigen Seitenvorlage.

1.1.3. Seitenvorlage bearbeiten

Auch hier gibt es wieder verschiedene mögliche Vorgehensweisen:

  1. Wenn man über Format → Seiteneinstellungen1 Änderungen am Seitenformat vornimmt, so werden diese Änderungen direkt an die an dieser Stelle geltende Seitenvorlage übergeben. Anders als etwa bei Absatz- oder Zeichenformatierungen gibt es keine harten Seitenformate.

  2. Aber man kann natürlich auch jede beliebige Seitenvorlage im FensterFormatvorlagen direkt bearbeiten, ohne sie zuerst einem Dokumentabschnitt zuweisen zu müssen. Dazu ruft man einfach mit einem Klick der rechten Maustaste auf einen Vorlagennamen im Kontextmenü die Option ändern auf.

  3. Als dritte Variante kann man auch den Vorlagennamen, der in der StatusLeiste sichtbar ist doppelklicken und erhält den Änderungsdialog für die aktuelle Seitenvorlage.

1.1.4. Neue Seitenvorlage erstellen

Wie fast immer hat man nicht nur eine Möglichkeit zur Erstellung von Seitenvorlagen.

  1. Im KontextMenü einer Vorlage im FensterFormatvorlagen wählt man die Option neu, vergibt einen Namen und nimmt die gewünschten Einstellungen vor. Im Register verwalten werden im unteren Teil diejenigen Einstellungen angezeigt, die man aus der Vorlage übernommen hat, bei der man das Kontextmenu aufgerufen hatte. Außer dieser Übernahme der Anfangseinstellungen gibt es aber keine Verbindung zwischen der alten und neuen Vorlage, also keine Ableitungshierarchie wie bei AbsatzVorlagen, die auch spätere Änderungen Ihrer „Muttervorlage“ übernehmen können.

  2. Möchte man die aktuellen Einstellungen einer Seite in eine neue Seitenvorlage übernehmen, ohne in den Änderungsmodus zu wechseln, so verwendet man die Funktion neue Vorlage aus Selektion im FensterFormatvorlagen.

1.2. Automatisierter Vorlagenwechsel

1.2.1. Folgevorlage

Es gibt Situationen, in denen eine Seitenvorlage immer nur für eine einzige Seiten gelten und für die folgenden Seiten automatisch eine andere Vorlage angewandt werden soll. Typische Situationen dafür sind Dokumentationen mit einem einseitigen Deckblatt oder Briefvorlagen, bei denen die erste Seite sich meist von den Folgeseiten unterscheidet.

Für diesen Fall kann man einer Seitenvorlage eine Folgevorlage zuordnen.

Diese wird automatisch aktiv, wenn Text auf eine neue Seite überläuft oder wenn man z.B. mit Strg+Enter einen SeitenUmbruch erzwingt.

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1.2.2. Gespiegelte Seiten

Wenn man ein Dokument mit Vorder- und Rückseiten benötigt, ist es meist so, dass diese beiden Seiten nicht exakt die gleichen Einstellungen haben. Wenn linke und rechte Seitenränder unterschiedlich breit sind, dann ist das für die "Rückseiten" genau umgekehrt wie für die Vorderseiten. Und auch Kopf- und Fußzeilen können verschieden sein. Dafür bietet der Writer das gespiegelte Seitenlayout.

Gegenüberliegende Seiten sind spiegelverkehrt: statt von linken und rechten Seitenrändern spricht man von „innen“ und „außen“.

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Wenn man bei einem gespiegelten Seitenlayout eine Kopf- und/oder Fußzeile aktiviert, kann man die Option Inhalte rechts/links gleich deaktivieren. Man muss dann jeweils die Kopf-/Fußzeile einer rechten und einer linken Seite bearbeiten, damit sie in der Seitenvorlage gespeichert werden (vgl. oben)

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1.2.3. Rechte/Linke Seiten, sich abwechselnde Seitenvorlagen

Wenn ein Dokument für Duplexdruck aufbereitet werden muss, genügt es nicht immer, ein gespiegeltes Seitenlayout zu verwenden. Manchmal muss man sicherstellen, dass eine bestimmte Seite nicht als Rückseite auf die vorangehende Seite gedruckt wird. Dafür gibt es die Seitenlayouts Nur rechts bzw. Nur links.

Wenn dann bei der Seitenaufbereitung die Vorgängerseite einer Seite mit der Vorlage Nur rechts bereits eine rechte Seite ist, wird beim Druck automatisch für eine leere Rückseite gesorgt.

Damit die Seitenabfolge rechts/links trotzdem funktioniert, benutzt man zwei Seitenvorlagen, eine für rechte und eine für linke Seiten und trägt diese gegenseitig als FolgeVorlagen ein.

Beispiel:
Jedes Hauptkapitel einer Dokumentation soll auf einer neuen, rechten Seite beginnen. Also aktiviert man in der Absatzvorlage „Überschrift 1“ auf dem Register Textfluss unter „Umbrüche“ die Option Einfügen und zusätzlich die Option mit Seitenvorlage. Aus der DropDown-Liste wählt man dann die Seitenvorlage für rechte Seiten.
Bei der Seitenvorlage für rechte Seiten trägt man auf dem Register Verwalten die Seitenvorlage für linke Seiten und bei der Seitenvorlage für linke Seiten die Seitenvorlage für rechte Seiten als FolgeVorlagen ein.
(Abhängig von der Option Automatisch eingefügte Leerseiten drucken unter Extras → Optionen… → OpenOffice.org Writer → Drucken fügt das Programm ggf. automatisch eine Leerseite ein, wenn nun eine „Überschrift 1“ auf einer rechten Seite eingefügt wird, also eigentlich eine rechte Seite direkt auf eine andere rechte Seite folgen müsste.)

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1.3. Kopf- und Fußzeileninhalte, "lebende Kolumnentitel"

Die Kopf- und Fußzeileninhalte werden zwar in der Seitenvorlage gespeichert, aber erfasst werden die Inhalte direkt im Dokument. Man muss also zunächst die betreffende Seitenvorlage anwenden und dann die Kopf- und/oder Fußzeileninhalte eingeben und formatieren. Die Kopf-/Fußzeileninhalte bleiben in der Seitenvorlage gespeichert, auch wenn die entsprechenden Seiten im Dokument anschließend gelöscht oder mit anderen Seitenvorlagen verbunden werden.

Dies ist auch im Zusammenhang mit der Erstellung von DokumentVorlagen von Bedeutung: Man muss alle Seitenvorlagen, die Kopf-/Fußzeileninhalte bekommen sollen, zunächst im Vorlagendokument anwenden, kann die Kopf-/Fußzeilen dann gestalten, die Seitenvorlagen-Zuordnung und evt. Seitenumbrüche zum Schluß wieder entfernen und Das Dokument mit einer einzige Seite mit beliebiger Seitenvorlage speichern.

Unter einem „lebenden Kolumnentitel“ versteht man die Wiederholung von Kapitelüberschriften auf jeder Seite. Dafür bietet der Writer die FeldBefehle Kapitelname und Kapitelnummer, die man zusammen mit der Angabe der gewünschten Kapitelebene in eine Kopf- oder Fußzeile einfügen kann.

1.3.1. Gleiche Kopf-/Fußzeilen in unterschiedlichen Seitenvorlagen

Normalerweise bedeutet die Anwendung unterschiedlicher Seitenvorlagen, dass den einzelnen Seitenvorlagen auch jeweils eigene (oder keine) Kopf-/Fußzeilen zugeordnet sind. Es kann aber auch sein, dass andere Kriterien die Verwendung verschiedener Seitenvorlagen bedingen, Kopf- und Fußzeilen aber überall gleich sein sollen. Man müsste nun eigentlich die Kopf- und Fußzeilen in jeder verwendeten Seitenvorlage einrichten und bei späteren Änderungen auch wieder alle Seitenvorlagen überarbeiten.

Das kann man umgehen, indem man die Kopf-/Fußzeile einer Seitenvorlage in einen Bereich einfügt. Dazu markiert man den vorhandenen Kopf-/Fußzeilen-Inhalt mit Strg+a, wählt Einfügen → Bereich… und vergibt einen sinnvollen Namen wie z.B. MasterKopfzeile. In den anderen Seitenvorlagen fügt man eine Verknüpfung zu dieser MasterKopfzeile ein. Man sollte dabei zunächst irgendein Zeichen in die Kopfzeile eingeben (kann auch ein LeerZeichen sein),2 alles mit Strg+a markieren und aufrufen: Einfügen → Bereich…, dabei Verknüpfen aktivieren und im Feld Bereich die Auswahl MasterKopfzeile markieren. Auch hier sollte man einen sinnvollen Bereichsnamen wählen, die Bereiche sind im Navigator über ihre Namen ansteuerbar.

Beim Einfügen des verknüpften Bereichs sollte man die Option geschützt unbedingt aktiviert lassen. So verhindert man, versehentlich diese Kopfzeilen direkt zu bearbeiten, die ja beim Aktualisieren wieder an ihre "Quelle" angepasst würde.

1.4. Seitenhintergrund, Grafiken

Einstellungen des Seitenhintergrunds betreffen immer nur den SeitenTextbereich. Ausführlichere Imformationen für die Gestaltungsmöglichkeiten von Hintergründen finden sich auf den Seiten HintergrundFarbeUndGrafik und HintergrundGrafik.

Die Option an der Seite verankert bindet eine ins Dokument eingefügte Grafik nur an eine bestimmte Seite, nicht an die Seitenvorlage.3 Soll eine Grafik mit einer Seitenvorlage gespeichert werden, so muss man sie in der Kopf- oder Fußzeile dieser Seitenvorlage verankern. Ab Version 2 kann die Grafik selbst frei auf der Seite positioniert werden, lediglich der Anker muss in der Kopf- bzw. Fußzeile bleiben.

1.5. Fußnoten

Diejenigen Einstellungen zu Fußnoten, welche die Seitengestaltung betreffen, werden in der Seitenvorlage gespeichert.

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Weitere Einstellungen für Fußnoten gibt es bei der Definition von Bereichen und unter Extras. Ausführliche Informationen liefert die Seite FußNote.

1.6. Spaltenlayout

Außer hier im Seitenformat können Spalten auch für Bereiche definiert werden, sodass die Spaltenaufteilung auch mitten in der Seite anfangen und/oder aufhören kann. Auch in TextRahmen kann der Text in Spalten dargestellt werden, was insbesondere bei Kombinationen hilfreich ist: Ein 3spaltiger Rahmen kann zwei Spalten einer Seite überspannen oder umgekehrt: ein einspaltiger Rahmentext wird z.B. den ersten beiden Spalten eines Zeitungsartikels vorangestellt.

Kopf- und Fußzeilen einer mehrspaltigen Seite sind immer einspaltig, also spaltenübergreifend. Wenn hier auch Spalten benötigt werden, kann man das mit einer einzeiligen Tabelle, einem Bereich oder einem TextRahmen mit Spaltendefinition bewerkstelligen. Wie man dabei ungewollte Leerzeilen unterhalb der Tabelle oder des Rahmens vermeidet, kann auf der Seite TabelleInRahmen nachgelesen werden.

1.7. Besonderheiten in Globaldokumenten

Seitenumbrüche in Teildokumenten werden auch von einem GlobalDokument eingelesen und sorgen auch im Globaldokument für Umbrüche an den gleichen Stellen.

Etwas anders verhält es sich mit Seitenvorlagen.

Wenn die Anforderung einer bestimmten Seitenvorlage auch im Globaldokument funktionieren soll, muss dafür sowohl im Teildokument wie auch im Globaldokument eine Absatzvorlage angelegt und dem ensprechenden Absatz zugeordnet werden. Die in dieser Absatzvorlage (Register: Textfluß) hinterlegte Seitenvorlage muss ebenfalls in beiden Dokumenten vorhanden sein.

(!) Durch die Kombination von Absatz- und Seitenvorlagen kann man die Seitenaufbereitung auch bewußt unterschiedlich gestalten und z.B. in der entsprechenden Absatzvorlage des Globaldokumentes keine oder eine andere Seitenvorlage zuordnen, andere Einstellungen für die Seitenzählung vornehmen oder auch den Umbruch ganz weg lassen.

1.8. Seitennummerierung

In der Seitenvorlage wird nur das Zahlenformat für die Seitennummern definiert. Eine Änderung der SeitenNummerierung benötigt einen SeitenUmbruch.

Nur ein hier definiertes Zahlenformat wird auch korrekt in Inhalts- und andere Verzeichnissen übernommen.

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Die Änderung des Nummerierungsstartes wird beim Einfügen eines SeitenUmbruchs bzw. im entsprechenden Absatzformat oder in der Absatzvorlage festgelegt (vgl. oben).

2. Seitenvorlagen in Tabellendokumenten

2.1. Vorlagen anwenden, bearbeiten, erstellen

Eine Seitenvorlage wird per Doppelklick auf den Vorlagennamen im FensterFormatvorlagen (F11) einer Tabelle zugeordnet. Pro Tabelle ist nur eine Seitenvorlage möglich, aber jede Tabelle eines Calc-Dokumentes kann eine andere Seitenvorlage bekommen.

Seitenvorlagen werden in Tabellendokumenten auf die gleiche Art erstellt und bearbeitet, wie das auch in Textdokumenten geschieht (siehe oben).

2.2. Hintergrund

Eine Hintergrundfarbe oder -grafik, die man einer Calc-Seitenvorlage zuordnet, ist in der Bearbeitungsansicht nicht sichtbar.

Auch füllt diese nicht automatisch die ganze Seite. Einen den Textdokumenten vergleichbaren SeitenTextbereich gibt es in Calc nicht. Eine Seite exisitert nur so weit wie es benutzte Zellen gibt.

Wenn also nur eine einzige Zelle auf einem Blatt ausgefüllt wurde, so dehnt sich auch der Seitenhintergrund nur bis zu den Zellrändern dieser Zelle aus (siehe rechts).

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Tipp:
Wenn man im Menü Ansicht die Seitenumbruch-Vorschau aktiviert, sieht man, wo sich die letzte Zelle vor dem Umbruch befindet. Wenn man dort ein Leerzeichen eingibt, dehnt sich der Seitenhintergrund bis zum Seitenende aus.

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Überprüfen kann man die Darstellung jeweils unter Datei → Seitenansicht

2.3. Zoom

Eine Calc-Tabelle kann zum Drucken "gezoomt" werden. D.h., man kann Skalierungsangaben hinterlegen, die z.B. dafür sorgen, dass eine Tabelle auf die Seitenbreite ausgedehnt oder geschrumpft wird, wobei die Zellhöhe im gleichen Verhältnis geändert wird.

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2.4. Druckreihenfolge bei mehrseitigen Tabellen

Im Unterschied zu Textdokumenten kann man den Zellbereich in Tabellen unabhängig von einer Seitendefinition beliebig nach rechts oder unten ausdehnen. Daher kann man auch entscheiden, in welcher Reihenfolge Tabellenbereiche gedruckt werden sollen, ob von oben nach unten, dann nach rechts oder von links nach rechts, dann nach unten.

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2.5. Druckoptionen

Die Optionen für das Drucken von Objekten u.ä., die im Writer über den Druck-Dialog erreicht werden, sind in Calc in die Seitenvorlage integriert. Im Register:Tabelle kann angegeben werden, ob z.B. das Tabellengitter, Nullwerte, Notizen, etc. gedruckt werden sollen oder nicht.

2.6. Kopf-/Fußzeilen

Im Unterschied zu Textdokumenten wird der Inhalt von Kopf- und Fußzeilen direkt in den Seitenvorlagen-Optionen eingegeben. Dazu den Button Bearbeiten im Register Kopfzeile bzw. Fußzeile drücken.

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Wiederholungszeilen und Wiederholungsspalten können darüberhinaus im DruckBereich hinterlegt werden.

2.7. Seitennummerierung

Den Start der Seitennummerierung kann man im Register Tabelle ändern

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Wenn für alle Tabellen die gleiche Seitenvorlage verwendet wird, ist der Seitenzähler durchgängig, d.h. er läuft von einer zur nächsten Tabelle durch.

Ordnet man jeder Tabelle eine eigene Seitenvorlage zu, so beginnt die Seitennummerierung für jede Tabelle wieder bei 1 bzw. der Zahl, die in der Vorlage hinterlegt ist.

3. Seitenvorlagen in Zeichnungsdokumenten

Für Zeichnungsdokumente gibt es keine Seitenvorlagen. Das würde auch kaum einen Vorteil bedeuten, da auch bei mehrseitigen Zeichnungsdokumenten immer nur ein Seitenformat, ein Seitenformatwechsel innerhalb eines Zeichnungsdokumentes daher gar nicht möglich ist. Will man mehrere Seitenformate als Voreinstellung speichern, so muss man das mit mehreren DokumentVorlagen realisieren.

Es gibt in Draw mit Ausnahme des Seitenhintergrunds - auch viel weniger Optionen für die Seitengestaltung als etwa in Textdokumenten. Für Zeichnungen viel wichtiger sind Ebenen.

Darüberhinaus gibt es noch den sog. Master. Dabei handelt es sich um eine besondere Ebene. deren Elemente auf allen Seiten einer Zeichnung vorhanden sind, die also quasi den Hintergrund für alle Dokumentseiten bildet. Wenn man die wenigen FeldBefehle benutzt, die Draw zur Verfügung stellt, so wäre der Master der geeignete Platz, um sie unterzubringen.

4. Seitenvorlagen in Präsentationen

Auch in Impress gibt es FormatVorlagen. Allerdings finden sich im Formatvorlagenfenster nur GrafikobjektVorlagen und PräsentationsobjektVorlagen. Es gibt zwar die Option Format → Seitenvorlage, mit der man Zugriff auf vorhandene Seitenvorlagen bekommt, aber nur, um diese anzuwenden. Erstellt und bearbeitet werden diese Seitenvoorlagen bzw. Masterseiten im FolienMaster.

Die Masterseiten, welche man mit dem Folienmaster erstellt, definieren den Hintergrund für einen Foliensatz, also alle Formate und Elemente, die auf allen Folien mit gleicher Masterseite vorkommen sollen.

Die Begriffsvermischung ist etwas unglücklich. Eigentlich besteht eine Präsentation ja nicht aus Seiten, sondern aus Folien. Andererseits ist der Seitenbegriff für Notizen4 und Handouts5 dann doch wieder gängiger. Wir halten also fest: eine Seitenvorlage ist in Impress eine Masterseite.

Für die Aufnahme der jeweiligen Folieninhalte kommen dann so genannte Seitenlayouts zum Zug. Jede Folie kann dabei anders strukturiert werden, abhängig vom jeweiligen Inhalt.

5. Siehe auch


KategorieGrundlagen KategorieWriter KategorieCalc

  1. In OpenOffice.org ab Version 3.1 Format → Seite… (1)

  2. Man wird dann bei der Bereichseinstellung gewarnt, der bestehende Inhalt würde überschrieben, was man einfach akzeptiert. Geht man nicht so vor, sondern fügt den Bereich einfach an der Cursorposition ein, so bleibt unterhalb des Bereichs ein leerer Absatz vorhanden, was in einer Kopf-/Fußzeile eher störend ist. (2)

  3. Hier sind Bilder gemeint, die über Einfügen → Grafik direkt auf eine Seite eingefügt werden, nicht von Grafiken, die als Seitenhintergrund wie im vorigen Absatz erwähnt, definiert wurden. (3)

  4. Zu jeder Folie können Notizen hinterlegt werden. Diese Notizen sind in der Präsentation selbst nicht sichtbar, können aber mit einem speziellen Seitenlayout zu jeder Folie sichtbar gemacht und gedruckt werden und eignen sich daher als Begleitunterlagen für die Präsentation. Der Redner ist also nicht mehr auf handschriftliche Notizen angewiesen und läuft nicht Gefahr, seine Belgleitzettel den falschen Folien zuzuordnen. (4)

  5. Oft sollen die Unterlagen einer Präsentation auch in gedruckter Form an die Zuhörer abgegeben werden. Meist soll dabei ein anderes Format verwendet werden – beispielsweise mehrere Folien pro gedruckter Seite – als für die Bildschirmpräsentation. Daher kann man für eine Präsentation auch gleichzeitig ein solches Druckformat festlegen und bequem zwischen der normalen und der Handout-Darstellung wechseln. Der Anglizismus Handout hat sich dabei als Standardbegriff für diese Druckaufbereitung durchgesetzt. (5)


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28