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Als Schusterjunge (engl. orphan, „Waisenkind“) wird im Schriftsatz die erste Zeile eines Absatzes bezeichnet, wenn sie zugleich die letzte einer Spalte oder Seite ist. Das Gegenstück zum Schusterjungen ist das HurenKind, die letzte Zeile eines Absatzes als erste Zeile einer Spalte oder Seite. „Schusterjungen“ gelten in der Typographie als handwerklicher Fehler, da sie die Konturen des Satzspiegels beeinträchtigen, insbesondere wenn Absätze mit Einzug verwendet werden.

Die Entstehung dieses Ausdrucks im Jargon der Setzer ist unklar; vielleicht spielt eine Rolle, dass ein typographischer „Schusterjunge“ sich vorwitzig wie ein realer Schusterjunge auf die vorhergehende Seite wagt.

Das typographische Problem der „Hurenkinder“ und „Schusterjungen“ wird heute in den meisten Layoutprogrammen und TextVerarbeitungen durch die Absatzkontrolle gelöst: In OpenOffice.org Writer können Sie im Register Textfluss der Absatzvorlage entsprechende Einstellungen vornehmen, wie z.B. dass mindestens 2 Zeilen umgebrochen werden müssen.

1. Siehe auch


KategorieWriter KategorieFachbegriff


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28