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(./) SO 5.2

1. Komplexe Tabellen

Einer Writer-Tabelle können über die Tabellenobjektleiste oder das KontextMenü Zeile einfügen weitere Zeilen angehängt oder eingefügt werden, die dann die Eigenschaften der aktiven Zeile/n übernehmen. Ebenso können Zellen zusammengefasst und auch in mehrere Zellen aufgeteilt werden. Jede dieser Zellen erhält einen eigenen Namen, der in der StatusLeiste am unteren Bildschirmrand im Anzeigefeld ganz rechts angezeigt wird. Um die Komplexität einer Tabelle beurteilen zu können, ist eine Kontrolle dieser Angaben unabdingbar.

Gelegentlich kann der Wunsch, bestimmte Zellen wieder miteinander zu verbinden, nicht erfüllt werden, worauf dann eine Warnmeldung angezeigt wird, dass für dieses Vorgehen die Tabelle zu komplex geworden ist.

Tab1.JPG

1.1. Tabellenzeilen mit Unterzellen

Die Komplexität kann bereits bei einer ganz einfachen Tabelle auftauchen, wie folgendes Beispiel zeigt.

Eine kleine Tabelle wurde mit zwei Zeilen und mit zwei Spalten erstellt (siehe Bild 1).

Danach wurden die Zellen A1 und A2 zu einer Zelle zusammengefasst. Damit wurde aus den ursprünglich zwei Tabellenzeilen eine einzige Tabellenzeile. Das hat aber zur Folge, dass die Zellen B1 und B2 faktisch ebenfalls zu einer Zelle wird, die jetzt als zwei Unterzellen definiert werden. B2 wurde programmtechnisch "gelöscht"; die "neue" Zelle B1 wird umbenannt in zwei "Unter"-zellen 1.1 und 1.2. (siehe Bild 2).

/!\ Dieser Vorgang kann nur dadurch wieder rückgängig gemacht werden, indem die beiden Unterzellen wieder mit einander verbunden werden.

Wenn nun die Zelle A1 wieder in zwei Zellen horizontal geteilt wird, werden daraus zwei "Unter"-zellen von A1 (siehe Bild 3). Zwar sieht die Tabelle jetzt wieder aus wie die in Bild 1. Tatsächlich aber handelt es sich hierbei nur um eine Tabellenzeile.

Das hat zur Folge, dass weder die Zellen A1.1.1/B1.1.1 noch die Zellen A1.1.2/B1.1.2 mit einander verbunden werden können, weil dieser Vorgang zu komplex wäre. Diese Komplexität ist zunächst nicht einsichtig. Werden diese Zellen aber mit verschieden langem Text gefüllt, wird die unterschiedliche Verhaltensweise von Zellen und Unterzellen durchaus verständlich. Die Unterzellen derselben Zellenkategorie (hier A und B ) können dagegen ohne weiteres wieder miteinander verbunden werden.

Auf eine weitere Auffälligkeit wäre an dieser Stelle ebenfalls hinzuweisen. Eine Tabelle kann an beliebigen Tabellenzeilen wie in Bild 1 aufgetrennt werden (Kontextmenü -> Tabelle auftrennen). In Bild 3 ist zwischen den Unterzellen aber nur scheinbar eine Tabellenzeile vorhanden. Tatsächlich sind hier nur Zellenbegrenzungen zu sehen. Zur Tabellenzeile gehören aber alle vier Unterzellen, da die Tabellenzeile von den eigentlichen Stammzellen A und B gebildet wird. Die von den Unterzellen gebildete "Tabellenzeile" kann daher auch nicht als Grenze für zwei getrennte Tabellen dienen.

Tab1.GIF

1.2. Unterschiedliche Verhaltenweise von Unterzellen

Wird die Tabelle von Bild 3 mit Text gefüllt, ergibt sich eine unterschiedliche Verhaltensweise im Vergleich zur Tabelle nach Bild 1.

Die Höhe einer Tabellenzelle ändert sich dynamisch entsprechend der eingegebenen Textzeilen und der Absatzmarken. Wird in Zelle A1 (Bild1) Text eingegeben, ändert sich automatisch auch die Höhe der Zelle B1. Grundsätzlich gilt also, dass die Zellen in einer Tabellenzeile immer nur gleich hoch sein können.

Das trifft auch auf die Zeilenhöhe einer Tabellenzeile mit Unterzellen zu. Die Unterzellen innerhalb der Tabellenzeile aber können unterschiedlich hoch wie in Bild 4 sein. Spätestens jetzt müsste eigentlich klar werden, dass die Zellen A1.1.1/B1.1.1 tatsächlich keine Tabellenzeile bilden, wie in Bild 3 suggeriert wurde.

Tab2.GIF

1.3. Gestaltungsvarianten mit Unterzellen

Mit dem Kontextmenü -> Zeile -> Höhe kann die Höhe einer Unterzelle maßgenau eingestellt werden. In Bild 5 wurde die Höhe für die Zelle A1.1.1 auf 2 cm eingestellt, die Eigenschaft dynamisch anpassen wurde deaktiviert. Allen anderen Zellen wurde diese Eigenschaft belassen. Außerdem wurde die Texteingabe zentriert und über Kontextmenü -> Zelle -> Mitte mittig positioniert.

Tab3.GIF

Das hat zur Folge, dass die Höhe von A1.1.1 fixiert ist. Die gesamte Tabellenzeile wird dadurch um die Abmessung größer, die die Eingabe in A1.1.2 mindestens benötigt. B1.1.1 bleibt in ihrer Höhe unverändert. B1.1.2 wird automatisch um so viel größer, als für die Regel eine Tabellenzeile hat immer dieselbe Höhe erforderlich ist. Die Texteingabe in A1.1.2 oder sie Summe aus B1.1.1 und B1.1.2 bestimmen damit die Gesamthöhe der Tabellenzeile. A1.1.1 bleibt bei der Texteingabe unverändert; mehr Eingabetext geht zwar nicht verloren, kann aber dann nicht vollständig angezeigt werden.

Tab4.GIF

In Bild 6 wurde die Höhe von A1.1.1 und B1.1.1 fix eingestellt. Die Höhe der Tabellenzeile bleibt dennoch variabel und hängt von der Texteingabe in den Zellen A1.1.2 oder B1.1.2 ab. Soll aber auch die Höhe der gesamten Tabellenzeile unveränderbar bleiben, würde es genügen, alle Zellen einer Spalte jeweils in der Höhe zu fixieren. Die dynamische Anpassung der Zellen in der anderen Spalte könnte dann durchaus erhalten bleiben,

2. Verschachtelte Tabellen

In StarOffice ab Version 8 bzw. in OpenOffice.org ab Version 2 kann auch eine zweite Tabelle in eine primäre TabellenZelle eingefügt werden: Platzieren Sie den Cursor in der gewünschten Zelle einer Tabelle und wählen Sie Tabelle → Einfügen → Tabelle.


KategorieWriter


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