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Referenzen bestehen stets aus einem Verweisziel und aus einem Querverweis auf dieses Ziel. Traditionell besteht ein Querverweis aus einem Hinweis auf das Verweisziel oder der Wiederholung der referenzierten Textstelle. Im Zeitalter der elektronischen Dokumente dient ein Verweisziel auch häufig als Sprungmarke (vgl.: Anker in HTML-Seiten), die es ermöglicht, den Cursor vom Querverweis direkt zum Verweisziel zu bewegen.

Je nachdem, ob Verweise in einem Textdokument oder einem HTML-Dokument verwendet werden sollen, ist das Vorgehen unterschiedlich. Im folgenden wird mit dem <!> -Zeichen auf Unterschiede zwischen HTML- und Writer-Dokumenten hingewiesen.

Verweisziele kann man einerseits selbst anlegen, als Textmarke oder als Referenz, andererseits kann man auf Verweisziele zurückgreifen, die das Programm bereits automatisch zur Verfügung stellt.

<!> Eine Referenz kann nur in einem Writer-Dokument auch als Sprungmarke verwendet werden, während Textmarken auch bei der Umwandlung in ein HTML-Dokument als Anker zur Verfügung stehen.

1. Verweisziele

1.1. Textmarken oder Referenzen an beliebigen Textstellen einfügen

Der Aufruf für eine Referenz erfolgt entweder über die Menüfolge Einfügen → Querverweis → Referenz setzen oder direkt im FeldBefehl-Dialog, während eine Textmarke nur über den Menuaufruf Einfügen → Textmarke erzeugt werden kann.

Fügt man eine Referenz ein, so erscheint der Name der Referenz direkt im Bereich Auswahl des FeldBefehl-Fensters. Wenn mehrere Referenzen erstellt werden sollen, so kann das Feldbefehl-Fenster jeweils geöffnet bleiben und man kann mit dem Cursor abwechselnd im Textdokument die gewünschte Textstelle markieren und im Referenz-Definitionsfenster die Referenz-Definitionen hinzufügen.

Beim Referenztyp Überschriften (ab OOo3.0) werden im Auswahlfenster alle Absätze gezeigt, die gemäß den Einstellungen in der KapitelNummerierung als Überschriften definiert sind, unabhängig davon ob sie nummeriert sind oder nicht. Die Darstellung gleicht der Anzeige im Navigator.

UeberschriftenAuswahl.png

Beim Referenztyp Nummerierte Absätze (ab OOo3.0) werden sowohl nummerierte Listenelemente als auch nummerierte Überschriften gezeigt und zwar in der Reihenfolge wie sie im Dokument auftauchen. Bullet-Listen sind als Verweisziel nicht möglich.

Beim Erstellen einer TextMarke oder einer Referenz macht es einen Unterschied, ob man den Cursor einfach irgendwo hinsetzt und dann einen Verweis- oder Textmarkennamen vergibt, oder ob man vor dem Einfügen eine Textstelle markiert.

Wenn man einen Text markiert hat, wird die Selektion als Referenztext übernommen. Ändert man später den Text, so wird auch der Referenztext angepasst. Das ist vor allem zu beachten, wenn man Referenzen auf Kapitelüberschriften anlegt und den Referenz-(Überschrifts-)text an der Verweisstelle anzeigen lässt (siehe unten).

Der Name der Referenz bzw. der Textmarke wird an der Einfügestelle nicht angezeigt. Er dient nur dem Zweck, das Verweisziel beim Einfügen eines Querverweises identifizieren zu können.

1.2. Verweisziele, die der Writer zur Verfügung stellt

Automatisch stehen als Verweisziel FußNoten und Absätze mit NummernKreis-Variable - insbesondere Beschriftungen - zur Verfügung. Ab Version OOo3.0 stehen auch Kapitelüberschriften und nummerierte Absätze direkt als Verweisziele zur Verfügung. In früheren Versionen müssen solche Referenzziele noch manuell eingerichtet werden (siehe unten).

2. Querverweise

2.1. Querverweise einfügen

Beim Einfügen eines Querverweises (Einfügen → Querverweis → Referenz einfügen) kann man je nach Verweisziel zwischen verschiedenen Inhalten wählen, die am Ort des Cursers als Verweis eingefügt werden. Zur Verfügung stehen:

Für die ab Version 3.0 zur Verfügung stehenden Verweisziele Überschriften und Nummerierte Absätze stehen drei weitere Möglichkeiten zur Verfügung

Klick für größere Darstellung

<!> In Writer-Dokumenten sind Querverweise aktualisierbar. D.h., wenn sich die Angaben, die durch das Querverweis-Format bestimmt werden, ändern (weil Kapitel-, Seitennummer oder Referenztext des Verweisziels sich ändern), ändert sich auch die Anzeige des Querverweises.
Wird das Dokument jedoch in ein HTML-Dokument umgewandelt, so werden die Querverweis-Inhalte als fixer Text eingefügt. Die Option Querverweis ist beim Bearbeiten eines HTML-Dokumentes nicht vorhanden.

2.2. Verweise auf Verweisziele in anderen Teildokumenten

Wenn Einzeldokumente in einem gemeinsamen Masterdokument eingebunden sind, kann es sein, dass sich ein Verweisziel in einem anderen Teildokument befindet. Grundsätzlich ist es möglich, auf ein anderes Dokument zu verweisen. Erste Voraussetzung ist, dass die Namen der Verweisziele global eindeutig sind. Wenn man also z.B. pro Kapitel ein Teildokument anlegt, könnte man bei den Referenznamen die Kapitelnummer voranstellen, damit sichergestellt ist, dass der gleiche Referenzname nicht auch noch in einem anderen Dokument vorkommt.

Zweite Voraussetzung ist, dass das Teildokument, in dem sich das Verweisziel befindet, aktuell im Zugriff ist. D.h., wenn das Teildokument, in welchem sich der Verweis auf ein anderes Dokument befindet, allein geöffnet wird, steht das Referenzziel nicht zur Verfügung und wird auch nicht angezeigt.

Vorgehen zum Einfügen einer Fremdreferenz: Man öffnet beide Dokumente. Dann fügt man den Referenz-FeldBefehl zunächst in dem Dokument ein, in dem sich auch das Referenzziel befindet (Einfügen → Querverweis → Referenz einfügen). Anschliessend schneidet man den FeldBefehl aus und fügt ihn ins andere Dokument ein.

Es empfiehlt sich, beim Arbeiten mit Verweisen (vor allem im Zusammenhang mit Masterdokumenten) immer mal wieder zu aktualisieren: Extras → Aktualisieren → Felder.

Wie eingangs erwähnt, haben Verweisziele nicht nur die Funktion eines Text-Hinweises auf eine Dokumentstelle sondern dienen auch als Sprungmarken. Diese Funktionalität von Querverweisen ist jedoch nur in Writer-Dokumenten verfügbar.

<!> HTML-Dokumente können nur per HyperLink mit einem Verweisziel (Sprungmarke, HTML-Anker) verbunden werden.

Der Nachteil von Hyperlinks gegenüber Querverweisen besteht darin, dass der Verweistext fixiert und nicht Inhalt eines aktualisierbaren Feldes ist. D.h., wenn sich z.B. die Kapitelnummer oder der Referenztext am Verweisziel ändern, wird das im Hyperlink-Text nicht automatisch aktualisiert, sondern muss händisch angepasst werden.

3. Verweise auf Überschriften

In Versionen vor 3.0 stehen Überschrften noch nicht automatisch als Verweisziele zur Verfügung. Hier ein Tipp zum raschen Definieren von Überschriften als Verweisziele:

Der Überschrift-Text wird damit zum dynamischen Referenztext, d.h. spätere Änderungen am Text einer Überschrift werden an die Verweisstellen weitergegeben.

<!> Alternativ können HyperLinks für Überschriften verwendet werden. Diese werden im Hyperlink-Dialog als Sprungziele zur Verfügung gestellt. Jedoch ist der einmal eingefügte Hyperlink-Text fix und wird bei Änderungen nicht aktualisiert.

4. Querverweise auf variable Textstellen

Referenzen bzw. Textmarken sind auch sehr praktisch, wenn FeldBefehl-Inhalte an mehreren Textstellen wiederholt werden sollen.

Vor allem interessant sind dabei Feldbefehle, deren Inhalt lokal definiert wird, wie z.B. ein Datum mit Korrekturwert, eine EingabeListe, eine Rechenformel (F2 oder FeldBefehl → Variable → Formel), die aktuelle Seitennummer einer bestimmten Seite, etc.

Auch eine Ergebniszelle einer WriterTabelle kann mit einer Referenz belegt werden, um an anderer Stelle im Fließtext wiederholt zu werden.

Beim Einfügen eines Querverweises auf eine als Referenz markierte Dokumentstelle wählt man als Format Referenztext, sodass der Inhalt der Markierung an der Verweisstelle angezeigt wird.

5. Querverweise aktualisieren

Werden die Verweisstellen nicht schnell genug aktualisert, so kann man das über Extras → Aktualiseren → Felder jeweils auslösen. Dieser Vorgang empfiehlt sich vor allem auch, wenn ein Dokument Verknüpfungen zu anderen Dokumenten enthält, die aber zugleich geöffnet sein müssen.

6. Siehe auch



LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28