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Mit der Pipette lässt sich in einer Grafik ein Farbton gegen einen anderen austauschen oder der Farbton auf „transparent“ setzen.

1. Allgemeines

Die Pipette gibt es nur im Modul Draw. Sie erreichen dieses Werkzeug über Extras → Pipette. Es wirkt immer auf die gesamte Grafik. Sie haben keine Möglichkeit, nur eine Auswahl zu bearbeiten.

Die Änderungen werden an der Grafik selbst durchgeführt. Deshalb steht das Werkzeug für verknüpfte Grafiken nicht zur Verfügung. Wenn Sie es trotzdem versuchen, erhalten Sie diese Meldung:
fehlermeldung.png

Das Werkzeug kann für alle RasterGrafik-Formate und bei vielen Metafile-Formaten benutzt werden. Im Gegensatz zu den Aussagen in der Online-Hilfe funktioniert bei einigen Metafile-Formaten die Pipette zur Zeit jedoch nicht (Issue 68178).

2. Beispiel: Fehlfarbe ändern + Transparenz herstellen

Manche Anwendungen, die nicht richtig mit Transparenz umgehen können, stellen transparente Bereiche in Bitmaps durch die Farbe Magenta dar und speichern die Grafik dann auch ohne die eigentliche Transparenz-Information mit dieser Farbe.

Bitmap-Grafik mit Bereichen in Magenta, die eigentlich transparent sein sollten. Links das Originalbild, rechts das Bild nach Speichern mit MS Paint.

queries32.png

queries32paint.png

Wenn Sie ein solches Bild erhalten, können Sie die Transparenz mit der Pipette wiederherstellen.

Öffnen Sie den Dialog mit Extras → Pipette und klicken Sie auf das zu bearbeitende Bild.

pipette0.png

Nun klicken Sie auf die SchaltFläche iconpipette.png , um in den Modus Farbe aufnehmen zu wechseln. Außerhalb des Dialogs wird der Mauszeiger zu einer Hand. Das Feld neben der Schaltfläche zeigt immer die Farbe, über die der Hand-Cursor gerade schwebt.

pipette1.png

Bei der zu ändernden Farbe klicken Sie dann mit der Maus. Nun wird die erste Quellfarbe markiert und der gefundene Farbwert dort eingetragen. In der Auswahlliste ist die Voreinstellung „Transparent“ richtig und Sie können die Änderung am Bild mit der Schaltfläche Ersetzen durchführen. Es gibt keine Vorschau des Effektes. Wenn das Ergebnis nicht Ihren Wünschen entspricht, müssen Sie Bearbeiten → Rückgängig benutzen.

pipette3.png

Der Dialog schließt sich nicht automatisch, so dass Sie noch weitere Farben ersetzen können. Markieren Sie erst das Feld für die Quellfarbe und wählen Sie dann wieder die Farbe mit der Pipette aus. Schließen Sie den Dialog mit Strg+F4 oder über die Dialog-Titelleiste.

Es ist auch der umgekehrte Weg möglich, nämlich eine in der Grafik vorhandene Transparenz durch eine bestimmte Farbe zu ersetzen. Dafür wählen Sie nichts in der Grafik aus, sondern markieren ganz unten im Dialog den Eintrag „Transparenz“. Rechts davon können Sie dann die Ersetzungsfarbe festlegen.

Die Auswahlliste für die Ersetzungsfarbe zeigt alle in der aktuellen FarbPalette des Dokuments vorhandenen Farben. An dieser Stelle können Sie keine neue Farbe definieren, sondern Sie müssen die Wunschfarbe vorher schon der Palette hinzufügen.

3. Auswirkungen des Parameters „Toleranz“

Der Parameter Toleranz beschreibt, wie genau ein Farbwert im Bild mit der Quellfarbe übereinstimmen muss, um ersetzt zu werden. In der Abbildung wurde als Quellfarbe der Rot-Farbton am linken Rand des Farbverlaufs angegeben und als Ersetzungsfarbe ein reines Blau gewählt. Das Original ist ein Rechteck mit Farbverlauf von Rot zu Grün. Weil die Pipette nicht auf Zeichnungen anwendbar ist, wurde das Rechteck links mit Umwandeln → Bitmap in eine Rastergrafik umgewandelt, rechts als „Enhanced Metafile“ exportiert und wieder eingefügt. Dass Rastergrafik und Metafile zu unterschiedlich Ergebnissen führen, ist Issue 68180.

toleranzklein.png


KategorieGrafik


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