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(./) SO 5.2, OOo 1.1.1

1. Nummerierungsreihen mit führenden Nullen

1.1. Problemstellung

Mitunter müssen bei der Fortzählung einer Nummerierung aus ästhetischen Gründen die leeren Stellen vor kleineren Nummern mit führenden Nullen aufgefüllt werden, wie das häufig auch bei Eintrittskarten und Lotterielosen gehandhabt wird.

Derzeit gibt es bei der NummerierungsAutomatik und auch beim FeldBefehl NummernKreis dafür noch keine Einstellungsmöglichkeit. Ein Lösungsansatz ist aber schon jetzt mit der Verwendung einer Nummerndatenbank zu finden, die mit OpenOffice.org leicht mit Bordmitteln als dBase-DatenBank erzeugt werden kann.

1.2. Datenbank als Datenquelle für die Nummerierung

Für die Nummerndatenbank wird zunächst eine Calc-Datei bearbeitet und diese dann als dBase-Datei abgespeichert.

Entsprechend der Konventionen für dBase-Dateien wird eine Spalte gebraucht, in der die Nummernfolge als Datenfeld angelegt wird. Dazu wird in der Zelle A1 das Datenfeld für die laufenden Nummern Nr,C,3 festgelegt. Darunter können dann die Eingaben mit den Calc-eigenen Kopiereffekten eingegeben werden.

/!\ Die Nummern sind keine Zahlen, mit denen gerechnet werden soll. Daher werden sie auch bei der Eingabe als Textstrings behandelt. Nach dem Abspeichern als dBase-Datenbank würden alle Zahlen wegen der Definition des Datenfeldes mit dem Buchstaben C ohnehin als Textstring behandelt werden.

Da hier die Nummernangaben grundsätzlich dreistellig mit führenden Nullen ausgegeben werden sollen, sollte dies bereits bei der Eingabe in die Calc-Datei berücksichtigt werden. Deshalb wird die Zelle A2 über Kontextmenü -> Zelle formatieren -> Zellenattribute -> Kategorie -> Text bereits als Textstring formatiert. Die Eingabe 001 bleibt dann unverändert.

(!) Wenn in der Eingabe eine Zahl durch ein Hochkomma angeführt wird, wird sie ebenfalls als Textstring definiert.

Wenn dieser Textstring '001 mit Hilfe des Anfasspunktes der markierten Zelle nach unten gezogen wird, gilt die Zählunktion +1. Man erhält damit ohne großen Eingabeaufwand die Reihe 001, 002, 003,...

Anstatt diese Datei nun als Calc-Datei abzuspeichern, wird im Menü Speichern unter... die Kategorie dbase ausgewählt. Durch das Abspeichern in diesem Formet wird die Datei zur DatenBank und steht damit als DatenQuelle zur Verfügung. Sie muss im Beamer (F4) als solche natürlich noch angemeldet werden (Menü Extras -> Datenquellen... -> Neue Datenquelle).

:-) Hier kann eine entsprechende Beispiel-Datenbank (dBase-Datei) heruntergeladen werden: Nummern.dbf

1.3. Umgang mit den erforderlichen Feldbefehlen

Für die Listennummerierung werden als Übertragungsmedien FeldBefehle eingesetzt. Dafür gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Empfohlen wird folgende: Über das Menü Bearbeiten -> Datenbank austauschen wird die im Beamer angemeldete Nummerndatenbank dem Textdokument zugeordet. Mit F4 kann jetzt der Beamer geöffnet werden, in dem dann die gewünschte DatenBank zur Verfügung steht. Mit einem Klick auf den Spaltenkopf NR kann der FeldBefehl für die Nummern in das Writerdokument gezogen werden. Da später beim Einspielen der ausgewählten Datensätze jede nur einmal übernommen werden soll, muss hinter den FeldBefehl NR noch der FeldBefehl Nächster Datensatz eingefügt werden. Dazu wird der Dialog für die Feldbefehle geöffnet (Einfügen -> Feldbefehl -> Andere...); dort ist unter dem Reiter Datenbank der FeldBefehl Nächster Datensatz zu finden.

Der FeldBefehl Nächster Datensatz kann anfänglich zu Schwierigkeiten führen, da er nur als kleiner grauer senkrechter Balken angezeigt wird, der mit dem vorangehenden Feldbefehl verschmilzt und damit unsichtbar wird. Es empfiehlt sich daher, zwischen beide FeldBefehle ein Leerzeichen zu setzen, sofern das möglich ist, ohne andere Formatierungen zu beeinflussen.

(!) Mit Ansicht -> Feldbefehle können alle Feldbefehle mit ihrer Bezeichnung statt ihrem Inhalt sichtbar gemacht werden.

Nach Kopieren dieses Abschnitts in die Zwischenablage können nun beide Feldbefehle beliebig oft eingefügt werden.

:-) Zur Verdeutlichung der nachfolgenden Beschreibungen steht das Dokument FuehrendeNullen.sdw zum Herunterladen zur Verfügung.

1.4. Besonderheiten bei einer zweispaltigen Textseite

Eine zweispaltige Textseite bedeutet nichts anderes, als dass zwei nacheinander folgende Textseiten auf eine Seite zusammengezogen werden können. Daraus folgert, dass in die rechte Spalte erst dann Text fließt, wenn die linke voll ist. Genauso verhält es sich natürlich auch beim Einspielen von Datenfeldern in die vorgesehenen Feldbefehle.

Eine wechselseitige Eingabe in beide Spalten ist auf diesem Weg daher nur schwer zu verwirklichen.

1.5. Besonderheiten bei der Verwendung von Textrahmen

Textrahmen lassen sich auch mehrfach nebeneinander stellen. Die darin befindlichen Feldbefehle werden dann im linken Textrahmen zuerst gefüllt, dann im nächsten usw. Dabei spielt die Verankerungsart für die Reihenfolge der Einspielung von Daten keine Rolle. Ausschlaggebend ist die Platzierung auf der Dokumentseite.

Rahmen verhalten sich bei der Texteingabe im Übrigen genauso wie Textdokumente. Je nach Aufgabenstellung könnten damit aber unterschiedliche Effekte erzielt werden.

1.6. Besonderheiten bei der Verwendung von zweispaltigen Textrahmen

Zweispaltige Rahmen sind in ihrer Funktion, was dem Textverlauf entspricht, zweispaltigen Textseiten gleichzustellen, können aber wesentlich flexibler auf einer Dokumentseite platziert werden.

1.7. Besonderheiten bei der Verwendung von zweispaltigen Bereichen

Die Verwendung von zweispaltigen Bereichen ist dann empfehlenswert, wenn die Ein- und Mehrspaltigkeit auf einer Dokumentseite realisiert werden soll. Die Dokumentseite bleibt dann einspaltig; hinzugefügt werden nur die mehrspaltigen Bereiche, die sich nahtlos in die einspaltige Vorlage einfügen lassen. Ein eingefügter Bereich erstreckt sich dann allerdings über die ganze Seitenbreite.

1.8. Besonderheiten bei der Verwendung von als Zeichen verankerten Rahmen

Sollen die Nummerierungen zeilenweise eingefügt werden, wäre das eigentlich nur mit mehrspaltigen Textrahmen möglich, die als Zeichen verankert fortlaufend in jeden Absatz neu eingefügt werden. Damit kann unter Berücksichtigung des Textverlaufs dieser Effekt erzielt werden.

Der Textrahmen als Zeichen kann mit den erforderlichen Feldbefehlen belegt und anschließend über die ZwischenAblage jedem weiteren einzeiligen Absatz hinzugefügt werden.


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