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Mit dem Begriff Makro (gr. für groß oder weit) werden in OpenOffice.org/ LibreOffice Automatisierungen wie das selbsttätige Ausführen von bestimmten Befehlsfolgen oder Bedienungsschritten bezeichnet.

1. Programmiersprachen

Ein Makro unterscheidet sich von anderen Automatisierungen in OpenOffice.org/ LibreOffice wie Textbausteine (AutoText), AutoKorrektur oder automatischen Berechnungen, dass Sie auf der Ausführung eines separaten Programmcodes beruhen, für den OpenOffice.org/ LibreOffice nur die Laufzeitumgebung und/oder die Schnittstellen (API) bereitstellt. Makros für OpenOffice.org/ LibreOffice können in der eigenen Scriptsprache StarBasic geschrieben werden, wobei dafür eine eigene Entwicklungsumgebung und Laufzeitumgebung zur Verfügung gestellt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können Makros für OpenOffice.org/ LibreOffice außerdem in den Programmiersprachen JavaScript, BeanShell (Java) oder Python geschrieben werden. Makros in der Scriptsprache VBA (Microsoft Office®) können hingegen zur Zeit nicht ausgeführt werden. Einige Makro-basierte Lösungen begegnen Ihnen in den Assistenten (Datei → Assistenten); ferner finden Sie Anwendungsbeispiele in der Bibliothek OpenOffice.org Makros unter Extras → Makros → Makro ausführen….

2. Der Makrorekorder

Der einfachste Weg, um ein Makro selbst zu erstellen, ist die Benutzung des Makrorekorders (Extras → Makros → Makro aufzeichnen).

Hinweis: Unter Libre Office muß zur Aktivierung dieses Menüs zuvor ein Häkchen unter Extras → Optionen → Allgemein → Aktiviere experimentelle (instabile) Funktionen gesetzt werden.

Der Makrorekorder zeichnet die über Tastatur oder Maus vorgenommenen Eingaben und Bedienungsschritte als StarBasic-Makro auf, sodass diese zu einem späteren Zeitpunkt leicht wiederholt werden können. Die Ausführung eines Makros kann dabei auch durch TastenKombinationen oder über SchaltFlächen ausgelöst werden (siehe MakrosMitEinemKlick). Das automatische Generieren von Makro-Code durch den Makrorekorder stößt jedoch mit zunehmender Komplexität des Vorgangs an seine Grenzen.

3. Die IDE

Unter Extras → Makros → Makro verwalten steht Ihnen eine grafische Oberfläche zur Verfügung, mit der Sie bestehenden Makro-Code ansehen oder verändern oder neue Makros selbst schreiben können. Der Editor stellt dabei eine eigene SymbolLeiste mit verschiedenen Funktionen für das Bearbeiten und Testen der Skripte zur Verfügung. Außerdem gibt es noch einen Bereich Beobachter (links unten), der die Werte definierter Variablen anzeigt, und einen Bereich Aufruf (rechts unten), der die Hierarchie von Subs und Functions anzeigt.

Bitte beachten Sie, dass alle Makros in eigenen Modulen gespeichert werden. Über die „Zungen“ am unteren Rand der IDE (Reiter ähnlich denen für Tabellenblätter in Calc) können Sie die Module ansteuern. Das Hinzufügen, Umbenennen oder Löschen von Modulen ist über das KontextMenü der Reiter möglich.

Über die SchaltFläche BASIC speichern ( speichern.png ) können Sie den Makro-Quelltext in einer separaten Datei sichern, über die Schaltfläche BASIC-Quelltext einfügen ( einfuegen.png ) StarBasic-Scripte in das geöffnete Modul importieren.

4. Das Makro als Anwendungsprogramm

Durch Ergänzen von BASIC-Programmkontrollstrukturen (Schleifen, Verzweigungen), Modularisierung in weiteren Funktionen und Prozeduren, sowie objektorientierte Datenverarbeitung ist der Übergang von der einfachen Folge von Befehlsaufrufen zur komplexen Anwendung fließend. Wegen der sehr weitreichenden Steuerungsmöglichkeiten, die Makros über OpenOffice.org/ LibreOffice ausüben können, erhalten Sie beim Öffnen eines Dokuments, das Makros enthält, eine Warnung.

Außer an TastenKombinationen und SchaltFlächen kann die Ausführung eines Makros auch an bestimmte Ereignisse (z.B. Datei drucken), Objekte, Grafiken, Hyperlinks oder Formularelemente gebunden und so weiter automatisiert werden.

5. Siehe auch


KategorieMakro KategorieAllgemeines


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28