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(./) OOo2.3

Der Artikel beschreibt, wie Sie eine logarithmische Skala erzeugen und Ihren Wünschen anpassen können.

1. Eigenschaften

Bei einer logarithmischen Skala1 haben die Gitterlinien nicht immer den gleichen Abstand voneinander, sondern werden mit größer werdenden Werten immer enger. Die Umrechnung in eine logarithmische Skala erfolgt in OpenOffice.org immer auf der Basis 10, also mit Zehnerlogarithmen.

Beispiel für ein Diagramm mit einer linearen Skala für die y-Achse.

Koordinatensystem mit linearer Skala

Beispiel für ein Diagramm mit einer logarithmischen Skala für die y-Achse.

Koordinatensystem mit logarithmischer Skala

2. Logarithmische Darstellung aktivieren

Zunächst bringen Sie das Diagramm ggf. in den Editiermodus, indem Sie einen Doppelklick darauf ausführen. Das Diagramm wird dann mit einem grauen Rahmen dargestellt. Wählen Sie nun im Menü Format → Achse → X-Achse… bzw. Format → Achse → Y-Achse…. Es öffnet sich der Eigenschaftendialog der entsprechenden Achse. Auf dem Register Skalierung dieses Dialogs aktivieren Sie die Option Logarithmische Skalierung.

Dialog für Formatieren einer Achse

Weil man die Einteilung bei einer logarithmischen Skala schlecht abschätzen kann, sollten Sie außerdem über das Menü Einfügen → Gitter… auch die Hilfsgitter aktivieren (während sich das Diagramm noch im Editiermodus befindet).

Dialog für Einschalten von Gitterlinien

Beispiel für ein Diagramm mit Gittern in automatischer Einstellung.

Darstellung mit automatischen Einstellungen

3. Hilfsgitter anpassen

In der automatischen Einstellung wird ein Hauptintervall in 5 Teilintervalle eingeteilt. Diese Einteilung ist etwas problematisch, weil die Hilfslinien nicht dort liegen, wo Sie es vielleicht erwarten.

Beispiel:

Das Hauptgitter befindet sich an den Markierungen 0,1 und 1 und 10 und 100. Es soll eine Einteilung in 5 Teilintervalle erfolgen. OpenOffice.org rechnet so:2

Die Hilfgitterlinien befinden sich also nicht an den Stellen 2 und 4 und 6 und 8, wie Sie es vielleicht erwartet haben.

(!) Wenn Sie die Anzahl der Teilintervalle auf 9 setzen, erhalten Sie eine Einteilung an den Werten 1, 2, 3, … 8, 9.

Darstellung mit manueller Hilfgittereinstellung

4. Hauptgitter anpassen

In praktischen Anwendungen kann es vorkommen, dass nur ein bestimmter Bereich tatsächlich benötigt wird, z.B. in Audiogrammen der Bereich von etwa 125Hz bis 16000Hz.

ungeeignete Rohform eines Audiogramms

Zunächst werden Sie das Minimum und das Maximum von Hand setzen, wie Sie es von linearen Skalen kennen.

Diagramm mit manuellen Grenzen

Nun wird der Faktor 10 von einer Hauptgitterlinie zur nächsten aber vom Minimum aus gerechnet.

Ein etwas sinnvolleres Gitter erreichen Sie, wenn Sie das Hauptgitter so einrichten, dass es an den Werten 125, 250, 500 usw. liegt, die Werte sich von einer Gitterlinie zur nächsten also verdoppeln. Dazu müssen Sie zusätzlich den Wert beim Hauptintervall ändern.

Um den Faktor 2 zu erreichen, müssen Sie den Zehnerlogarithmus von 2 berechnen, was etwa 0,301029995663981 ergibt. Calc liefert Ihnen mit =log(2) den Wert in 15 Stellen Genauigkeit. Diese Dezimalzahl tragen Sie dann beim Hauptintervall ein. Die Zahl wird später gerundet dargestellt, aber es wird trotzdem mit dem genauen Wert gerechnet.

Diagramm mit Basis 2


KategorieCalc KategorieChart

  1. http://www.mathe-online.at/mathint/log/i_Exkurs_log.html (1)

  2. Die Weise, wie Hilfsgitterlinien berechnet werden, ist mit dem neuen Chartmodul (OpenOffice.org ab Version 2.3) gegenüber den früheren Versionen geändert worden. (2)


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28