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Eigene Linienstile und Linienenden.

1. Linienstile und Linienenden

Linien treten bei allen ZeichenObjekten auf, also solchen Objekten, die du mit den Werkzeugen aus der WerkzeugLeiste herstellst (in OpenOffice.org ab Version 2 Symbolleiste "Zeichnen"). Keine Linien sind die Umrandungen bei Rahmen, Tabellen und Zellen und die Striche bei der Zeichen-Eigenschaft "unterstrichen". Bei den Linien-Eigenschaften kannst du Farbe, Strichstärke, Linienstil (Beispiel gestrichelt) und Linienenden (Beispiel Pfeil) einstellen (in OpenOffice.org ab Version 2 auch den Eckenstil). Hier geht es darum, die mitgelieferten Paletten für Linenstil und Linienenden abzuändern und eigene Paletten zu erstellen.

2. Zugriff auf die Paletten

Um die Paletten für Linienstil oder Linienenden zu bearbeiten, benötigst du den Dialog Linie.

Über das KontextMenü oder über das Menü Format kannst Du dann den Dialog Linie erreichen. In OpenOffice.org ab Version 2 ist dieser Dialog unter Format → Objekt → Linie… zu finden (wenn das Objekt markiert ist); dort benutzt du dann das Register Linienstile bzw. Linienenden.

Hinzufügen, Löschen, Speichern und Laden funktioniert wie bei allen Paletten (siehe PalettenErstellen).

3. Linienstil definieren

Ein Linienstil legt die Abfolge von Punkten und Strichen fest, mit der eine Linie gezeichnet wird.

linienstile.png

Mit der Option An Linienbreite anpassen wird die Länge der Linienstücke und der Abstände relativ zur Linienbreite gesetzt. Der größte mögliche Faktor ist 500%. Wenn eine Haarlinie (0,00cm) als Linienbreite eingestellt ist, wird mit einer fiktiven Linienbreite von etwa 0,027cm gerechnet. Von den mitgelieferten Linienstilen besitzen solche mit dem Zusatz „variabel“ diese Eigenschaft. Wählst du diese Option nicht, sind die eingestellten Werte absolut (cm) und ändern sich nicht mit der Linienbreite.

Mit der Schaltfläche Ändern werden die Einstellungen auf den ausgewählten Linienstil angewandt. Gleichzeitig kannst seinen Namen ändern.

4. Linienenden definieren

Du zeichnest im Modul Draw (Datei → Neu → Zeichnung) zunächst eine geschlossene Figur mit einer Flächenfüllung. Eine Randlinie ist nicht erforderlich und hat auch keinen Einfluss auf das Aussehen. Der spätere Ansatz für die Linie ist die Mitte der unteren Kante des umhüllenden Rechtecks mit einer nach unten gerichteten Linie. Im Beispiel wurde das Zeichen (U+2764) benutzt und in ein Polygon umgewandelt (Ändern → Umwandeln → In Polygon).

objekt.png

Markiere deine Figur und gehe dann in den Dialog Menü → Format → Linie… und dort zum Register Linienenden. Klicke auf die Schaltfläche Hinzufügen.

Gib deinem Linienende einen aussagekräftigen Namen. Mit OK hast du ein neues Linienende definiert. Es wird das gerade ausgewählte Objekt (Polygon) der gerade aktiven Palette hinzugefügt.

name.png

Bei der Auswahl der Linienenden wird dein neu definiertes Linienende aufgeführt und du kannst ihn deiner Linie zuweisen.
fertige_line.png fertige_linie2.png

linienenden.png

5. Enden mit Loch definieren ab Version 3.0

Um ein Loch zu erhalten, werden zwei Figuren übereinandergelegt und mit dem Kommando Ändern > Kombinieren zusammengefügt. Dabei hebt die obere Figur die Füllung der unteren Figur auf, so dass der von der oberen Figur bedeckte Bereich transparent wird.

Die Linie ragt später etwa 1/5 der Breite, die für das Linienende eingestellt wird, in die Figur hinein. Entsprechend breit sollte daher der Randabstand der Figuren gewählt werden.

Beispiel: Herstellen eines Kreisringes

Zeichnen Sie zunächst eine ausgefüllte Figur mit beliebiger Füllfarbe, die den äußeren Rand definiert.

Schritt1.png

Zeichnen Sie darüber eine ausgefüllte Figur, die den inneren Rand definiert. Auch hier ist die Farbe beliebig. Denken Sie daran, dass sie Position und Größe von Figuren mit dem Dialog Position&Größe exakt festlegen können.

Schritt2.png

Nun markieren Sie beide Figuren zusammen. Kontrollieren Sie dies in der Statusleiste.

Schritt3.png

Mit dem Kommando Ändern > Kombinieren wandeln Sie die Figuren nun in eine komplexe Form mit Loch um.

Schritt4.png

Mit dieser Figur markiert rufen Sie wie oben beschrieben den Dialog zum Definieren der Linienenden auf.

Schritt5.png

Das Linienende wird in der Vorschau schwarz dargestellt, nimmt aber im Gebrauch die Farbe der Linie an.

Schritt6.png

Das Beispiel ist mit 200% Zoom aufgenommen und zeigt eine blaue Linie mit Strichstärke 0,05cm und Linienenden-Breite von 0,30cm und Option Zentriert.

Anwendung.png

6. Enden mit Loch definieren vor Version 3.0

Du kannst kein Linienende definieren, das ein Loch hat, etwa einen nicht ausgefüllten Kreis. Aber du kannst eine gebogene Figur benutzen, die nur einen sehr schmalen Spalt besitzt. Um einen nicht ganz geschlossenen ausgefüllten „Kreis“ zu erhalten, benutzt du das Zeichnen-Werkzeug Kreisbogen.

Wenn wider Erwarten ein gefüllter Kreis als Linienende erzeugt wird, dann war der Spalt an den Bogenenden zu schmal. Versuch es dann einfach noch mal mit einem etwas breiterem Spalt.

Du kannst deine Figur im Prinzip in jeder Größe zeichnen. Beachte aber folgendes Rechenbeispiel: Deine Figur ist 6,0cm breit und hat vor dem Umwandeln in eine Kontur eine Linienbreite von 1cm. Wenn du später bei der Auswahl des Linienendes als Breite 0,3cm angibst, wird deine Figur auf ein Zwanzigstel verkleinert. Damit wird auch die ursprüngliche Linienbreite von 1cm auf ca. 0,05cm verkleinert.

7. Siehe auch


KategorieGrafik KategorieTipps

  1. Die Anzahl der Punkte hängt von deinem Objekt und seiner Größe ab. (1)


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