Bei praktisch allen Dokumenttypen kommt es vor, dass Inhalte automatisch auf mehreren Seiten wiederholt werden sollen. Traditionsgemäß geschieht das ober- oder unterhalb des eigentlichen Seiteninhaltes in Kopf- oder Fußzeilen.
Im Folgenden wird der Einfachheit halber meist nur von Kopfzeilen die Rede sein, die Abläufe sind für Fußzeilen identisch.
Inhaltsverzeichnis
1. Textdokumente
1.1. Eine Kopfzeile einfügen
Der Kopfzeilenbereich ist beim Erstellen eines neuen Dokumentes nicht automatisch aktiviert. |
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Das Einfügen einer Kopfzeile beinhaltet zwei Schritte: das Definieren des Kopfzeilenbereichs und die Eingabe des Kopfzeileninhaltes. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kopfzeile einzufügen.
1.1.1. Menü: Einfügen
Wenn Sie die Option Kopfzeile aus dem Menu Einfügen wählen, erhalten Sie eine Auswahl, die mindestens den Eintrag Standard enthält. Diese Auswahl bezieht sich auf die Seitenvorlage, für die eine Kopfzeile eingefügt werden soll. |
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Verwenden Sie im Dokument bereits mehrere Seitenvorlagen, so können Sie entweder eine auswählen oder mit der Auswahl Alle die Kopfzeile in alle im Dokument verwendeten SeitenVorlagen einfügen. |
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Eine auf die Art eingefügte Kopfzeile wird mit den Standardeinstellungen übernommen - ohne den Formatierungsdialog anzuzeigen - und setzt den Cursor direkt in den Editierbereich der Kopfzeile.
1.1.2. Aktuelles Seitenformat
Direkt in den Definitionsbereich (nicht aber in den Editierbereich) der Kopfzeile gelangen Sie entweder über Format → Seite… → Kopfzeile1 oder per Doppelklick auf den Seitenvorlagennamen in der StatusLeiste.
1.1.3. Beliebige Seitenvorlagen
Der Definitionsbereich einer Kopfzeile gehört immer zu einer Seitenvorlage und kann daher auch im Formatvorlagenfenster pro Seitenvorlage aktiviert und eingerichtet werden.
1.2. Format
Die Gestaltung von Kopfzeilen findet auf zwei Ebenen statt: Zum einen wird der "Container" oder das "Behältnis" eingerichtet, welches den Kopfzeileninhalt aufnehmen soll, zum anderen wird der Inhalt selbst ebenfalls formatiert.
Im zuständigen Register der Seitenvorlage werden zunächst die Dimensionen der Kopfzeile festgelegt. |
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Für die Formatierung des Inhaltes ist zunächst die Absatzvorlage Kopfzeile zuständig, welche per Voreinstellung in Kopfzeilen angewendet wird. Diese Absatzvorlage beinhaltet zwei Tabulator-Positionen, eine in der Mitte der Zeile mit zentrierter Ausrichtung und eine am rechten Rand mit rechtsbündiger Ausrichtung:
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1.3. Inhalt
1.3.1. Allgemein
In Kopfzeilen kann alles benutzt werden, was auch sonst als Dokumentinhalt verwendet wird, also außer Text auch Tabellen, TextRahmen, Bilder, Zeichnungselemente, Bereiche, OLE-Objekte, Feldbefehle...
1.3.2. Seitennummern
Einer der häufigsten Kopf- oder mehr noch Fußzeileninhalte sind Seitennummern. Diese – wie auch die Gesamtseitenzahl - werden über Einfügen → Feldbefehl eingefügt. Öffnet man über Einfügen → Feldbefehl → Andere das Feldbefehl-Register Dokument und wählt darin den Feldtyp Seite, so könnte man hier das Zahlenformat der Nummerierung ändern und einen Korrekturwert angeben. Von beidem ist dringend abzuraten. Das Format der SeitenNummerierung sollte nur in der Seitenvorlage geändert und der Seitenzähler sollte nur beim Einfügen eines manuellen SeitenUmbruchs korrigiert werden.
1.3.3. Kapitelnamen, lebende Kolumnentitel
Auch dafür ist ein FeldBefehl zuständig. Über Einfügen → Feldbefehl → Andere → Dokument können mit dem Feldtyp Kapitel wählbare Überschriftebenen in die Kopfzeile eingefügt und damit kapitelkonform auf allen Seiten angezeigt werden.
Zu beachten sind dabei folgende Details:
Wird als Format Kapitelnummer und Name gewählt, so befindet sich zwischen Nummer und Name nur dann ein Abstand, wenn dieser in Form von Leerzeichen unter Extras → KapitelNummerierung → Nummerierung im Feld Trennzeichen danach eingegeben wurde. Ist das nicht der Fall, so kann man den Feldbefehl zweimal einfügen, einmal mit dem Format Nummer, einmal mit Name und dazwischen mit Leerzeichen oder Tabulatoren für eine Lücke sorgen.
Welches Kapitel in der Kopfzeile angezeigt wird, hängt davon ab, zu welchem Kapitel der erste Absatz einer Seite gehört. Gehört dieser beispielsweise zu Kapitel 1 und im zweiten Absatz beginnt Kapitel 2 so erscheint in der Kopfzeile Kapitel 1.
Will man vermeiden, dass auf einer Seite, die mit einem Überschrift-Absatz beginnt, das Kapitel auch noch in der Kopfzeile wiederholt wird, so würde sich anbieten, mit zwei SeitenVorlagen zu arbeiten: eine mit, eine ohne Kopfzeile. Die Seitenvorlage mit Kopfzeile wird bei der Seitenvorlage ohne Kopfzeile als Folgevorlage eingetragen, sodass der Formatwechsel automatisch erfolgt. Ausserdem werden Seitenumbrucheinstellungen und der Name der Seitenvorlage ohne Kopfzeile in der Absatzvorlage Überschrift 1 hinterlegt (Register Textfluß). So genügt die Anwendung der Überschrift-Absatzvorlage, um die korrekte Seitendarstellung zu erreichen.Wenn in einer Kopfzeile zwei Kapitelebenen angezeigt werden sollen, eignet sich eine (unsichtbare) Tabelle mit zwei Spalten für eine parallele Anordnung. Siehe auch LebendeKolumnentitel
1.3.4. Ankerplatz Kopfzeile
Rahmenobjekte wie TextRahmen, Grafiken, etc. haben einen Ankerpunkt, der sie an eine "Anlegestelle" bindet. Im Zusammenhang mit Kopfzeilen bekommt dieser Umstand eine spezielle Bedeutung:
Befindet sich der Ankerpunkt eines solchen Objektes in einer Kopfzeile, so wird das Objekt auf allen Seiten wiederholt, egal, wo auf der Seite das Objekt selbst sich befindet. Man kann also so ein Objekt in eine Kopfzeile einfügen und es dann irgendwohin ziehen: solange der Anker in der Kopfzeile verbleibt, erscheint es auf allen Seiten mit gleicher Seitenvorlage.
1.3.5. Rechte/linke Seiten
Wenn ein gespiegeltes Seitenformat verwendet wird, kann festgelegt werden, dass für linke und rechte Seiten unterschiedliche Kopfzeilen angewandt werden sollen. Es muß dann jeweils der Kopfzeileninhalt einer linken und einer rechten Seite erfaßt werden.
1.3.6. Kopfzeileninhalte in Dokumentvorlagen
Wie oben beschrieben, wird der Kopfzeileninhalt direkt auf der Seite erfaßt. In DokumentVorlagen kann es nun sein, dass diese Seitenvorlagen mit Kopfzeilen nur als Seitenvorlagen gespeichert, beim Erstellen eines neuen Dokumentes zunächst aber standardmäßig eine Seitenvorlage ohne Kopfzeile angeboten werden soll.
In dem Fall weist man im Vorlagendokument zunächst die Seitenvorlage zu, welche eine Kopfzeile bekommen soll, fügt eine Kopfzeile ein und erfaßt den Kopfzeileninhalt. Werden unterschiedliche Kopfzeilen für rechte/linke Seiten bei Seitenspiegelung benötigt, so fügt man einen SeitenUmbruch ein und erfasst auch den Kopfzeilen-Inhalt für die Rückseiten. Anschließend kann man den Seitenumbruch wieder löschen und diejenige Seitenvorlage zuweisen, die beim Erstellen eines neuen Dokumentes zuerst verwendet werden soll und speichert die Dokumentvorlage.
In neuen Dokumenten, die aus dieser Vorlage erstellt werden, erscheinen bei Anwendung der entsprechenden SeitenVorlagen dann auch die hinterlegten Kopfzeileninhalte.
2. Tabellendokumente
In Tabellendokumenten sind die Möglichkeiten für Kopfzeileninhalt und -gestaltung nicht so breit wie bei Textdokumenten. Format und Inhalt sind hier nicht getrennt, beides wird in der Seitenvorlage hinterlegt.
Neben der SchaltFläche Zusätze, über die man im Seitenformat-Register Kopfzeile Hintergrund- und Umrandungsoptionen aktivieren kann (vgl. Kapitel Textdokumente), gibt es hier noch die SchaltFläche Bearbeiten, welche in den Editiermodus für die Tabellen-Kopfzeile führt:
Die drei Bereiche sind automatisch links/mittig/rechts ausgeordnet, jedoch muss man ggf. mit händisch eingefügten Zeilenumbrüchen arbeiten, sonst fließen längere Inhalte ineinander
Zusätzlich hat man in Tabellendokumenten die Möglichkeit, eine oder mehrere Zeilen/Spalten direkt aus der Tabelle als Wiederholungszeile/-spalte festzulegen. Dies geschieht im DruckBereich.
3. Zeichnungsdokumente
Auch in Zeichnungsdokumenten kann man Kopf-/Fußzeilen kreieren. Genau betrachtet handelt es sich hier einfach um beliebige Objekte, die auf allen Seiten wiederholt werden und die nicht an eine bestimmte Position auf der Seite gebunden sind.
Dazu blendet man aus dem Menu:Ansicht den sog. Master ein. Dabei handelt es sich um eine besondere Schicht oder Ebene des Dokumentes, welche auf allen Seiten des Draw-Dokumentes angezeigt wird.
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Auch einige FeldBefehle stehen zur Verfügung |
Sobald der Master-View wieder geschlossen ist, sind seine Elemente zwar sichtbar, können aber auf "normalen" Ebenen nicht ausgewählt und bearbeitet werden, stören also dadurch den Editiermodus nicht.
4. Präsentationen
Siehe Folienmaster
In OpenOffice.org Version 2.0.2 bis 3.0.1 Format → Seiteneinstellungen. (1)









