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Verschiedene Installationsvarianten unter Linux.

Systemweite Installation

Linux-Administratoren können (nach Entpacken des Download-Archivs) die RPM-Pakete direkt mit rpm -ihv *rpm installieren; Näheres ist der Manualpage von rpm zu entnehmen.

Entsprechendes gilt für die DEB-Pakete: Diese werden nach dem Entpacken des Download-Archivs mit dpkg -i *deb installiert; Näheres ist der Manualpage von dpkg zu entnehmen.

Sie können außerdem die RPM-Pakete mit rpm2cpio oder rpm2targz in ein anderes Format umpacken.

Im Unterverzeichnis desktop-integration finden Sie Pakete für die Integration von OpenOffice.org in Ihre Desktop-Umgebung (Einträge in das Programmstartmenü, Zuordnung bestimmter Dateitypen). Installieren Sie ggf. in einem zweiten Schritt das zu Ihrer Distribution passende Paket (gehen Sie dabei entsprechend der Installation der Grundkomponenten vor).

Installation mit YaST

Daneben ist natürlich auch eine Installation mit entsprechenden Frontends wie z.B. YaST möglich. Dazu meldet man das Verzeichnis, das nach dem Entpacken des Download-Archivs die RPM-Pakete enthält, in YaST als Installationsquelle an (ggf. vorher gewünschte zusätzliche Pakete zur Desktop-Integration in dieses Verzeichnis kopieren), z.B. indem man im Konqueror im KontextMenü den Punkt Verzeichnis als YaST-Quelle anmelden wählt.

Nun ruft man das YaST-Kontrollzentrum auf (K-Menü) und wählt im Bereich Software das Modul Installationsquelle wechseln. Hier müssen nun alle Installationsquellen aufgelistet sein, damit Abhängigkeiten aufgelöst werden können (also auch die DVD oder der Server, von dem die SuSE-Version bezogen wird). Wähle bei allen Installationsquellen Bearbeiten → Status aktualisieren. Dadurch werden die Quellen noch einmal eingelesen. Bei dem soeben hinzugefügten Verzeichnis mit den RPM-Paketen von OpenOffice.org wird eine Nachfrage kommen, ob mit der Aktualisierung fortgefahren werden soll, die man bestätigt. Danach kann dieses Modul wieder geschlossen werden.

Jetzt das Modul Software installieren oder löschen aufrufen. In die Suchmaske (links) gibt man openoffice ein, danach werden rechts alle installierbaren und ggf. auch alle installierten entsprechenden Pakete angezeigt. Diese können jetzt zur Installation, Deinstallation oder Aktualisierung ausgewählt werden. Abschließend klickt man auf Installieren.

Novell-Builds (SuSE)

In der soeben beschriebenen Suchmaske von YaST erscheinen die Original-Versionen von OpenOffice.org (SUN-Builds) mit dem Namen openoffice.org, die SuSE-Versionen (Novell-Builds) hingegen mit dem Namen OpenOffice_org. Bitte achten Sie darauf, diese unterschiedlichen Varianten von OpenOffice.org nicht zu verwechseln. Sie können versuchen, das zu Ihrer SuSE-Version passende Verzeichnis auf dem Server als Installationsquelle in YaST anzumelden und dann direkt zu installieren. Wenn Sie manuell (also nicht mit YaST) installieren, lassen Sie bitte abschließend das Skript SuSEconfig durchlaufen (als root), damit die Desktop-Verknüpfungen (K-Menü) aktualisiert werden.

Installations-Assistent

Bei den OpenOffice.org-Paketen, die zusammen mit einem Installationssatz für eine JavaRuntimeEnvironment ausgeliefert werden (der Dateiname enthält die Zeichenkette wJRE), steht ab Version 2.3 zusätzlich ein Java-basierter Installations-Assistent zur Verfügung. Dieses grafische Frontend soll vor allem unerfahrenen Benutzern bei der Installation der RPM- oder DEB-Pakete helfen.

Entpacken Sie zunächst die heruntergeladene Installationsdatei.

Führen Sie das Script setup aus. Für eine systemweite Installation nehmen Sie dazu bitte zuvor root-Rechte an. Bestätigen Sie den ersten Schritt mit einem Klick auf die SchaltFläche Weiter.

installassistent-schritt1-root.png

Im zweiten Schritt werden Sie aufgefordert, die Lizenzvereinbarung (LGPL) anzunehmen. Bestätigen Sie dies mit einem Klick auf Lizenz akzeptieren.

installassistent-schritt2.png

Im dritten Schritt werden Sie nach dem Ziel der Installation gefragt (InstallationsVerzeichnis). Sie können die Vorgabe übernehmen, ein vorhandenes Verzeichnis über den Dialog Durchsuchen… auswählen oder ein beliebiges Verzeichnis in das Feld eintragen. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit einem Klick auf Weiter. Wurde ein bislang noch nicht existierendes Verzeichnis als Ziel gewählt (was der Default ist), erhalten Sie eine Nachfrage Das Verzeichnis anlegen?. Bestätigen Sie ggf. diese Nachfrage.

installassistent-schritt3.png

Im vierten Schritt werden Sie nach der Installationsart gefragt. Dabei bedeutet Standard, dass die per Default ausgewählten Komponenten (alle Module und einige optionale Komponenten) installiert werden. Mit Angepasst können Sie Module und/oder optionale Komponenten individuell für die Installation aus- bzw. abwählen. Belassen Sie es hier im Zweifel bei Standard und klicken Sie auf Weiter.
Haben Sie hingegen Angepasst gewählt, erscheint ein Dialog Wählen Sie die Komponenten. Hier können Sie den Installationsumfang nun Ihren Wünschen anpassen, indem Sie per Mausklick einzelne Komponenten an- oder abwählen. Wenn Sie den Namen der Komponente selbst per Mausklick markieren, wird eine Erklärung zu der Komponente eingeblendet. Sie können hier z.B. auch die Installation der Java Runtime Environment abwählen (etwa wenn auf Ihrem System bereits eine aktuelle JRE installiert ist), sodass Sie den grafischen Installer – der ja nur in den OpenOffice.org-Bundles mit Java (wJRE) enthalten ist – selbst dann nutzen können, wenn Sie keine neue oder zusätzliche JRE installieren wollen.

installassistent-schritt4a.png

installassistent-schritt4b.png

Im fünften Schritt wird Ihnen eine Zusammenfassung Ihrer Eingaben bzw. Ihrer Auswahl angezeigt. Ein Klick auf Installation beginnen startet die Installation.

installassistent-schritt5.png

Als sechster und letzter Schritt erscheint nach einer kleinen Zeit eine Bestätigung über den Abschluss der Installation. Mit Details… können Sie sich das Logbuch der Installation anzeigen lassen. Mit Beenden verlassen Sie den Installations-Assistenten.

installassistent-schritt6.png

„Lokale“ Installation

Eine Installation in das eigene HomeVerzeichnis kann auch ohne root-Rechte vorgenommen werden, indem man die RPM-Pakte relokalisiert (es muss aber ggf. eine eigene RPM-Datenbank benutzt werden). Beispielsweise würde mit

rpm -ihv --nodeps --relocate /opt/openoffice.org2.0=/home/user/bin *rpm

OpenOffice.org in das Verzeichnis bin des Benutzers user installiert werden. Dies ist z.B. für das Testen von Beta-Versionen nützlich. Bitte beachten Sie auch hierfür die Manualpage von rpm. Natürlich können Sie diese Relokalisierung auch für eine ganz normale (d.h. systemweite) Installation nutzen, wenn Sie OpenOffice.org nicht nach /opt, sondern z.B. nach /usr/local installieren wollen.

Auch der Installations-Assistent (s.o.) kann Ihnen bei dieser Aufgabe helfen:

installassistent-schritt1-user.png

Alternativ kann man auch die RPM-Pakete einfach nur an Ort und Stelle entpacken: Entpacken Sie das Download-Archiv, wechseln Sie dann in das Verzeichnis RPMS, entfernen Sie ggf. nicht benötigte Pakete (z.B. KDE-Integration) und/oder das Verzeichnis desktop-integration und führen Sie die Kommandozeile

for PKG in $(ls *rpm) ; do rpm2cpio ${PKG} | cpio -i -d ; done

aus. Die RPM-Pakete werden im Arbeitsverzeichnis (PWD) so entpackt, als wäre es das Wurzelverzeichnis, d.h. das Startskript für den Writer finden Sie dann z.B. unter /home/user/OOF680_m14_native_packed-1_de.9134/RPMS/opt/openoffice.org2.2/program/swriter.

Auch dieses Verfahren eignet sich besonders für das Testen von Beta-Versionen; Sie können es aber auch dann nutzen, wenn Sie die RPM-Pakete nur umpacken möchten (z.B. für Slackware). Das InstallationsVerzeichnis (in diesem Beispiel openoffice.org2.2) kann in der Regel einfach verschoben werden (mit allen Unterverzeichnissen).


KategorieInstallation


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28