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(./) OOo2.0

Auf dieser Seite wird beschrieben, wie man bequem mehrere Nutzen auf einem Papierbogen unterbringen kann, also ein Blatt mehrfach unterteilt mit jeweils dem selben Inhalt bedrucken kann, wie dies typischerweise bei der Produktion von Handzetteln u.ä. vorkommt.

Einen Dokumentbereich kennzeichnen und beliebig oft abbilden

  1. Erzeugen Sie ein neues TextDokument (Datei → Neu → Textdokument).

  2. Wählen Sie im Menü Format → Seiteneinstellung1 → Seite als Format A3 (für 8 Nutzen auf DIN A3), als Ausrichtung Querformat und setzen sie alle Seitenränder auf 0,00cm. Quittieren Sie eine evtl. dadurch hervorgerufene Fehlermeldung "Die Ränder liegen außerhalb des Druckbereichs..." mit Ja.

  3. Fügen Sie einen TextRahmen mit Einfügen → Rahmen ein, wählen Sie als Verankerung an der Seite, als Breite 10,5cm (für 8 Nutzen auf DIN A3), als Höhe 14,85cm, als Position horizontal die Einstellung von Links um 0,0cm von Seitentextbereich, vertikal die Einstellung von Oben um 0,0cm von Seitentextbereich. Im Register Umlauf wählen Sie Durchlauf. Standardmäßig erhält der Rahmen eine schwarze Randlinie. Diese stellen sie im Register Umrandung in der Auswahlliste Farbe auf Weiß. Unter Abstand zum Inhalt legen Sie dort auch den Rand fest, der frei bleiben soll.

  4. Kopieren Sie den Rahmen, fügen Sie eine Kopie ein und setzen Sie diese Kopie an die Position für den zweiten Nutzen.
    Tipp
    Wenn man einen Rahmen kopiert hat, ist dieser noch markiert, man erkennt das an den farbigen Begrenzungspunkten. Bevor man nun eine Kopie einfügt, muss der Originalrahmen de-selektiert werden. Dazu einfach mit der Maus einmal außerhalb des Originalrahmens klicken.

  5. Kontrollieren Sie ggf. die exakte Position, indem Sie auf den Rand des Rahmens klicken und im KontextMenü Rahmen… → Typ die Position von links bzw. von oben korrigieren.

  6. Klicken Sie in den ersten Rahmen, wählen Sie Einfügen → Bereich… und geben Sie dem einzufügenden Bereich einen Namen, z.B. Original.2
    Tipp
    Beim Einfügen eines Bereichs in einen Rahmen bleibt normalerweise ein leerer Absatz unterhalb des Bereichs stehen, der Bereich füllt also nicht den ganzen Rahmen. Um das zu vermeiden kann man vor dem Einfügen des Bereichs diesen zunächst leeren Absatz mit etwas Beliebigem füllen (ein Leerzeichen oder Tabulatorsprung genügt). Anschließend drückt man CTRL+A, womit der gesamte Rahmeninhalt markiert wird. Wählt man nun Einfügen → Bereich, so wird dieser Absatz in den einzufügenden Bereich übernommen, der Bereich füllt damit den ganzen Rahmen.

  7. Klicken Sie in den zweiten Rahmen und wählen Sie wieder Einfügen → Bereich..., aktivieren Sie dabei unter Verknüpfung die Option Verknüpfen und wählen Sie unter Bereich den zuvor definierten Originalbereich aus.
    Tipp
    Auch hier sollte man wie zuvor beschrieben zunächst für einen Rahmeninhalt sorgen, diesen ganz markieren und erst dann den Bereich einfügen. Es erscheint eine Warnung, der Inhalt würde nun ersetzt, was ja aber in unserem Sinn ist.

  8. Kopieren Sie diesen zweiten Rahmen und fügen Sie ihn so oft ein wie benötigt. Die jeweils genaue Position stellt man am besten über die Rahmen-Formatangaben ein, da das Verschieben mit der Maus selten exakt genug ist.
  9. Sobald Sie nun irgendeine Änderung im Originalrahmen vornehmen, wählen Sie anschließend Extras → Aktualisieren → Alles Aktualisieren oder Datei → Speichern und Datei → neu laden und schon sind alle Bereiche wieder auf dem gleichen Stand 3.
    Tipp
    Wenn Sie nicht mehr sicher sind, welches der Originalrahmen ist, öffnen Sie den Navigator und suchen Sie unter Textrahmen das Original. Ein Doppelklick auf den Eintrag setzt den Cursor in den richtigen Rahmen.


Tipp
Sollen die Handzettel einen Hintergrund bekommen kann dieser über das Absatzformat des ersten (und einzigen!) Absatzes im Originalbereich eingestellt werden: Menü Format → Absatz → Hintergrund. Ebenso müssen Grafiken am Absatz innerhalb des Originalbereichs verankert und positioniert werden, damit sie auf allen Handzetteln erscheinen.

Alternative Seitenaufteilung durch eine Tabelle

In der vorangegangenen Beschreibung wurden einzelne Rahmen gleichmäßig auf der Seite verteilt. Stattdessen kann man auch eine Tabelle erstellen und die Bereiche in die Tabellenzellen einfügen.

Inhalte von anderen Dokumenten verwenden

Im obigen Beispiel wurde via Einfügen → Bereich: Verknüpfen wiederholt auf einen zuvor im gleichen Dokument festgelegten Bereich zugegriffen. Dieser Bereich kann sich aber auch in einem anderen Dokument befinden. Oder es kann der gesamte Inhalt eines Fremddokumentes ohne Bereiche in das aktuelle Dokument übernommen werden.

Bei der Einbindung von Fremdinhalten werden zur Formatierung jeweils die Absatz-, Nummerierungs- und Zeichenvorlagen des aktuellen Dokumentes verwendet. Wenn Sie also konsequent mit FormatVorlagen arbeiten, können Sie den gleichen Originaltext in einem jeweils anderen Format darstellen. Man kann also die Originaltexte in Rohform speichern, ohne sich bei der Erfassung bereits Gedanken über die Formatierung machen zu müssen. Den Rohtexten müssen lediglich FormatVorlagen zugewiesen werden, welche die gleichen Namen haben wie die Vorlagen in den Zieldokumenten. Wie die Vorlagen eingerichtet sind, spielt keine Rolle, die Gestaltung der Formatvorlagen nimmt man in den Dokumenten vor, die für die Aufbereitung der Texte benutzt werden.

Der folgende Text enthält einige Textstellen, denen die Zeichenvorlage Hervorhebung zugewiesen wurde, die für einen bunten Zeichenhintergurnd sorgt:

ber2.png

Da dieser Hintergrund beim Drucken auf einem schwarz/weiß-Drucker nicht sehr günstig ist, wurde für den Fall ein neues Dokument angelegt, das keinen eigenen Inhalt hat, aber auch die Zeichenvorlage Hervorhebung. Allerdings bekommt diese Zeichenvorlage im zweiten Dokument statt der Hintergrundfarbe die Attribute fett und kursiv. In das zweite Dokument wird der Inhalt des ersten Dokumentes über Einfügen → Bereich verlinkt und hier so dargestellt:

ber1.png

Das gleiche ist auch denkbar mit Seitenvorlagen: Ein Originaldokument, in dem die Seitenvorlagen für Duplexdruck eingerichtet sind und ein zweites Dokument, in dem die Seitenvorlagen-Abfolge auf einseitigen Druck ausgerichtet ist. Je nach Bedarf öffnet man das eine oder andere Dokument zum Drucken; der Inhalt liegt nur in einer Version vor, hat also in beiden Dokumenten stetst den gleichen Aktualitätsstand.

Tipp: Etiketten-Assistent

Der Etiketten-Assistent, den man über Datei → Neu → Etiketten macht genau das, was oben mit den Rahmen und verknüpften Bereichen beschrieben ist. Wenn man also mit diesem Etiketten-Assistenten gut klar kommt, spricht nichts dagegen, für die Nutzen oder sonstigen zu wiederholenden Inhalte diesen Assistenten zu benutzen.


KategorieWriter KategorieHowto

  1. In OpenOffice.org vor Version 2.0.2 Seite. (1)

  2. Auf die Art definiert man innerhalb eines Dokumentes einen direkt ansprechbaren Bereich, auf den man sowohl innerhalb des gleichen Dokumentes als auch von anderen Dokumenten her direkt zugreifen kann. Man kann auch auf die Bereiche verzichten und den Inhalt einfach achtmal in die TextRahmen kopieren, das erfordert dann bei Korrekturen am Inhalt aber etwas mehr Aufwand. (2)

  3. Wenn es sich beim Rahmeninhalt um reinen Text handelt, also z.B. keine Grafiken oder ähnliches zu wiederholen sind, kann man statt mit verknüpften Bereichen auch mit DDE-Verknüpfungen arbeiten. Dies hat den Vorteil, dass das manuelle Aktualisieren entfällt. (3)


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28