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(./) SO5.2 OOo2.0

1. Erstellen eines Etikettenformulars

1.1. Der EtikettenAssistent schafft die Voraussetzungen

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Das Eingabefenster des EtikettenAssistenten wird mit Datei -> Neu -> Etiketten geöffnet. Im Register Etiketten wurde für das folgende Beispiel die Formatierung für einen Etikettenbogen ausgewählt, mit dessen Hilfe einige Besonderheiten erklärt werden können.

Auf dem gewählten Etikettenbogen sind auf einer Trägerschicht 12 abziehbare Etiketten in Kreisform aufgebracht, die mit der zu erzeugenden Druckvorlage bedruckt werden können. Der Markennamen „Herma A4” lässt annehmen, dass die vorgesehenen 4 x 3 Etiketten auf einer Trägerschicht mit den Abmessungen eines DIN A4 Blattes aufgebracht sind. Die Angabe 4 x 3 (4 = Spalte / 3 = Zeile) lässt darauf schließen, dass es sich um eine Druckvorlage im Querformat handeln muss.

Im Register Format werden alle Abmessungen für den gewählten Etikettbogen angezeigt. Die Etiketten werden, auch wenn es sich um zu bedruckende Kreise handelt, immer in Form eines Quadrats/Rechtecks angezeigt, weil für die Formatierung grundsätzlich TextRahmen Verwendung finden.

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Die Eingabenreihenfolge der Bemaßung ist trotz Vorschaufenster leider nicht sehr glücklich gewählt. Dem Horizontalen/Vertikalen Abstand (eigentlich der Abstand zwischen den Etiketten) muss grundsätzlich die Breite/Höhe” addiert werden. Im Beispiel ist der Horiz. Abstand 6,70 cm, die Breite 6,00 cm. Das ergibt damit einen Abstand von 0,70 cm zwischen den Etiketten.

Hinweis: Bei vielen Vorlagen, die im Register Etiketten ausgewählt werden können, ist zwischen den Etiketten kein Abstand vorgesehen. Die Angaben Horiz./Vert. Abstand und Breite/Höhe sind dort jeweils identisch.

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Damit ein Bogen für alle Etiketten erstellt wird, muss im Registers Zusätze Ganze Seite aktiviert sein. Der Befehl Inhalte synchronisieren entscheidet darüber, ob die TextRahmen für die Etiketten schon bei der Erstellung mit Bereichen versehen werden. Desweiteren steht dann im Dokument ein freischwebender Schalter zur Verfügung, durch den die Synchronisation der miteinander verknüpften Bereiche ausgelöst werden kann. Dieser Schalter kann in einem bereits erstellten Etikettenbogen nicht nachträglich erzeugt, aber auch nicht gelöscht werden.

Mit einem Klick auf Neues Dokument wird ein Makro ausgelöst, das den Etikettenbogen erstellt. Der EtikettenAssistent „merkt sich” die zuletzt vorgenommenen Einstellungen, so dass ohne Aufwand gewünschte Änderungen vorgenommen werden können und immer wieder ein Neues Dokument erzeugt werden kann.

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1.2. Synchronisieren der Etiketten

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Der TextRahmen für das erste Etikett links oben kann bearbeitet werden. Alle weiteren Textrahmen sollen später mit einem Klick denselben Inhalt anzeigen. Beim erstmaligen Bearbeiten irritiert vielleicht der Anzeigerand unter dem Absatzzeichen. Der aber ist nur ein Hinweis darauf, dass davor eingegebener Text in einem Bereich steht. Mit der Texteingabe wandert er nach unten. Im Bild ist der gezeichnete Kreis an einem Absatz verankert und kann daher frei positioniert werden. Mit Etiketten synchronisieren wird der Inhalt des ersten Etiketts in alle weiteren übernommen. Zweckmäßigerweise sind daher die anderen nicht bearbeitbar. Ein Zustand der sich ändern lässt!

1.3. Einstellungen für den Ausdruck

Die Abmessungen des so erzeugten Etikettendokuments wurden aufgrund der Eingaben im Register Format errechnet und stimmen meist nicht mit den gängigen Papierformaten überein.

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Papierausrichtung im Querformat:

Breite: Links + 4 x Etikett mit Abstand + Rechts = 0,80 cm + 4 x 6,70 cm + 0,02 cm = 27,62 cm

Länge: Oben + 3 x Etikett mit Abstand + Unten = 1,80 cm + 3 x 6,70 cm + 0,02 cm = 21,92 cm

(Die um 0,02 cm größer angezeigten Werte als die errechneten entsprechen offensichtlich einer Programmtoleranz.)

Das vorgegebene Papierformat im Seitenvorlagenfenster für DIN A4 hat die Abmessungen 29,70 cm x 21,00 cm. Das vorliegende Dokument ist allerdings um 0,92 cm zu hoch. Zum verlustlosen Ausdruck wird also ein Drucker benötigt, der abweichende Druckermaße toleriert und in dessen nicht bedruckbarem Bereich keine Gestaltungselemente liegen.

2. Hintergrundinformationen

Der EtikettenAssistent (Datei -> Neu -> Etiketten) ist ein Werkzeug, mit dessen Hilfe im Modul Writer auf komfortable Weise der Etikettendruck zum Bedrucken der gängigsten Herstellerformate vorbereitet werden kann. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass es sich bei den Elementen für die erzeugten Etikettenseiten ausschließlich um Formatierungselemente des Writer handelt, die anschließend vom Benutzer noch den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können.

Der Ablauf beim Erstellen einer Etikettenseite wird durch ein Makro gesteuert, das nach Betätigung des Schalters Neues Dokument die fertige Vorlage ausgibt. Die Einstellungen bleiben erhalten. Eingaben können also geändert und ihre Auswirkung durch Ausgabe eines neuen Dokuments überprüft werden. Der EtikettenAssistent ist somit kein Formatierungsfenster, von dem aus eine fertige Etikettenseite nach Erstellung verändert werden könnte. Er ist de facto ein Schaltknopf, der das Makro auslöst, das entsprechend der Eingaben eine DokumentVorlage erstellt. Diese kann dann nachträglich überarbeitet und nachformatiert werden.

2.1. Formatierungselemente

2.1.1. Seitenformatierung

Im EtikettenAssistenten werden nur die Maße sowie die Position für das erste Etikett eingegeben. Die Seitengröße ergibt sich dann aus der gewünschten Anzahl der weiteren Etiketten. Daraus werden dann die Seitenmaße berechnet, die sich nicht nach den vorgegebenen Papierformaten richten. Diese können aber nach Erstellung nachformatiert werden. Sind die Benutzermaße z.B. kleiner als ein Standardformat, kann dieses in der Seitenformatierung auch nachträglich noch eingegeben werden.

2.1.2. Textrahmen vom Typ „Etiketten”

Wenn mehrere Etiketten auf einen Etikettbogen gedruckt werden sollen, müssen die einzelnen Etiketten genau positioniert sein. Das wird durch den EtikettenAssistenten mit Hilfe von Textrahmen vom Typ „Etiketten” umgesetzt. Diese RahmenVorlage hat Grundeinstellungen, wie sie insbesondere für Etiketten nützlich sind. Die wichtigsten dürften die Verankerung als Zeichen sein, dass Position und Größe des Rahmens geschützt sind sowie die Funktion „Automatisch aktualisieren” aktiviert ist.

2.1.3. Verknüpfte Bereiche in den Textrahmen

In dieser Beschreibung wird davon ausgegangen, dass Etikettenbögen bedruckt werden sollen, bei denen alle oder ein Teil der Etiketten den gleichen Inhalt haben. Gleicher Inhalt bedeutet auch eine Gruppe von Feldbefehlen (z.B. für Adressen) mit dem abschließenden Kennzeichen Nächster Datensatz, die erst beim Einspielen der Datensätze unterschiedlichen Inhalt aufweisen.

Um das weitgehend automatisieren zu können, werden in den TextRahmen verknüpfte Bereiche erzeugt. Ein solcher Bereich wird ohne störenden nachfolgenden Textabsatz am leichtesten dadurch gebildet, wenn in den Rahmen ein kurzer Text geschrieben und dieser mit Doppelklick markiert wird. Jetzt nur noch Einfügen -> Bereich... -> „Bereich1” -> Einfügen und der markierte Text steht innerhalb eines Bereichs. Bei eingeschalteten Steuerzeichen ist jetzt ein Textabsatz mit der unteren Bereichsmarkierung zu sehen, die bei Texteingabe weiter nach unten wandert.

Textrahmen mit Bereichen können beliebig oft kopiert und eingefügt werden, wobei nicht nur jeder neue Textrahmen sondern auch jeder weitere Bereich automatisch einen eigenen Namen erhält.

Diese Bereiche werden miteinander verknüpft. Im EtikettenAssistenten wird der Bereich des ersten Etiketts links oben mit dem Namen „MasterLabel” versehen. Ab dem zweiten Etikett sind die jeweiligen Bereiche mit dem Bereich „MasterLabel” verknüpft und mit einem Schreibschutz versehen. Die Einstellungen dazu sind im Fenster Format -> Bereiche... -> Bereiche bearbeiten zu finden. Bei geöffnetem Fenster können alle vorhandenen Bereiche nachbearbeitet werden.

Damit der EtikettenAssistent Etiketten mit verknüpften Bereichen erzeugt, muss im Eingabefenster Datei -> Neu -> Etiketten , Register Zusätze die Eingabe Inhalte synchronisieren aktiviert werden.

2.2. Aktualisieren von Verknüpfungen

Die durch den EtikettenAssistenten erzeugten Etikettenseiten sehen im Etikett links oben die Texteingabe vor. Für die Synchronisation wurde ein eigener Schalter Etiketten synchronisieren erzeugt. Dieser Schalter löst durch ein Makro die Befehlsfolge Extras -> Aktualisieren -> Verknüpfungen aus. Damit wird der Inhalt des ersten Etiketts in den mit ihm verknüpften Bereichen wiederholt.

Bei jedem Aktualisierungsvorgang werden Änderungen, die in den verknüpften Bereichen vorgenommen werden, überschrieben. Deshalb ist in den verknüpften Bereichen zweckmäßigerweise der Schreibschutz aktiviert. Falls in einer aktualisierten Etikettenseite dennoch in einzelnen Etiketten Änderungen oder Anpassungen erforderlich sein sollten, kann für diese der Schreibschutz über Format -> Bereiche... -> Bereiche bearbeiten entfernt werden.
Achtung: Bei der nächsten Aktualisierung aber würden diese Änderungen wieder überschrieben werden.

2.3. Der Navigator als Orientierungshilfe

Durch den EtikettenAssistenten wird zwar nur ein MasterLabel erzeugt. Es ist aber durchaus möglich, durch nachträgliche Änderung mehrere MasterLabels mit eigenem Bereichsnamen anzulegen und sie nur mit einem Teil weiterer vorhandener Etiketten zu verknüpfen. Über den Navigator kann jedes Etikett gezielt angesteuert werden, so dass die Etiketten für die Texteingabe leicht zu finden sind.

3. Weitere Nutzungsmöglichkeiten eines erstellten Etikettenformulars

Mit dem EtikettenAssistenten wird ein Formular vom Typ Avery Zweckform Nr. 3658 erstellt. Im Register Zusätze wird der Befehl Inhalte synchronisieren aktiviert. Die damit erzeugte EtikettenVorlage dient als Arbeitsgrundlage zur Realisierung der nachfolgenden Problemstellungen.

Warum wird dieser „Umweg” genommen?

  1. Durch den EtikettenAssistenten wird ein Synchronisationsmakro installiert, der die Befehlsfolge Extras -> Aktualisieren -> Verknüpfungen auf einen Klick reduziert.

  2. Die Bereiche, die verknüpft werden sollen, werden in die TextRahmen bereits eingefügt. Damit entfällt der störende Absatz nach einem nachträglich eingefügten Bereich.

3.1. Problemstellung 1: Handzettel mit gleichem Inhalt

Auf einem DIN A4-Bogen sollen 4 Handzettel mit jeweils gleichlautendem Inhalt gedruckt werden.

3.2. Vorgangsbeschreibung 1

3.2.1. Etikettenformular erstellen

Das erstelle Etikettenformular hat je Etikett die Abmessung von 6,46 cm x 3,38 cm. Damit finden auf einem DIN A4 Bogen 8 Reihen mit je 3 Etiketten und damit 24 Etiketten Platz. Die Ausrichtung des Bogens ist im Hochformat.

Im Fenster Format -> Seiteneinstellung ist das errechnete Benutzerformat Breite 20,23 cm und Höhe 28,40 cm abzulesen. Da diese Abmessungen kleiner als die des DIN A4-Formats sind, kann ohne Bedenken auch auf das DIN-Format (21,00 cm x 29,70 cm) umgestellt werden. Das hat den Vorteil, dass am rechten Rand jetzt auch die Absatzmarken am Zeilenende sichtbar sind. Da das erstellte EtikettenFormular eigentlich nur die Elemente zur Weiterverarbeitung liefern soll, werden 23 der (als Zeichen verankerte!) TextRahmen markiert und gelöscht.

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3.2.2. Formatieren eines Handzettelformulars

Wenn auf einem Bogen 4 Handzettel (breitformatig) Platz finden sollen, errechnen sich die Maße des entsprechenden TextRahmens aus dem DIN A4-Querformat 29,70 cm x 21,00 cm. Die Seitenränder werden nicht in den Seiteneinstellungen vorgenommen, sondern in die Einstellungen des TextRahmens mit einbezogen.

Daraus ergeben sich folgende Eingaben:

In den Seiteneinstellungen:
Register Seite : Papierformat - > A4; alle Seitenränder -> 0,00 cm

Rahmenformatierungsfenster mit einem Doppelklick auf die Randmarkierung öffnen:
Register Typ : Breite -> 13,64 cm; Höhe -> 9,29 cm
Register Umlauf : alle Abstände -> 0,60 cm

Breite:

29,70 cm / 2 =

14,85 cm

links/rechts 0,60 cm

13,64 cm

abzüglich Toleranz 0,01 cm

Höhe:

21,00 cm / 2 =

10,50 cm

oben/unten 0,60 cm

9,29 cm

Beim Schließen des Seitenformatierungsfensters wird wegen der fehlenden Seitenränder eine Warnung angezeigt, die jedoch ignoriert werden kann. Spätestens nach diesem Schritt sollte die Vorlage auch erstmals abgespeichert werden.
Zunächst wir jetzt hinter dem Textrahmen durch Enter-Schaltung eine zweite Zeile geschaltet, anschließend der TextRahmen kopiert und dahinter einmal eingefügt. Der Textbereich des zweiten Handzettels soll später den Inhalt des ersten Handzettels aufnehmen und muss daher mit diesem verknüpft werden.

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Der Mauscursor ist vor der Absatzmarke des zweiten TextRahmen`s positioniert. Mit Format -> Bereiche wird das Eingabefenster Bereiche bearbeiten geöffnet. In diesem Fenster werden die Bereichseigenschaften festgelegt. Der Bereich 1 ist durch die Markierung mit dem MasterLabel verknüpft, wenn in das Verknüpfungsziel MasterLabel eingetragen wird.

Wenn bei Verwendung des Formulars die Texte aus dem MasterLabel unverändert bleiben sollen, ist es auch ratsam, den Schreibschutz zu aktivieren.

Hinweis: Wenn der Cursor innerhalb eines Bereichs positioniert ist, können nach Öffnen des Bearbeitungsfenster alle vorhandenen Bereiche innerhalb eines Dokuments nacheinander eingestellt werden. Falls gewünscht und wenn es zur gezielteren Navigation beitragen kann, können die Bereichsnamen auch beliebig umbenannt werden.

Abschließend kann der TextRahmen mit dem Bereich 1 kopiert und in die zweite Dokumentzeile zweimal eingefügt werden. Die Bereichsnamen werden dabei hochgezählt in Bereich 2 und Bereich 3.

Damit ist das Handzettelformular fertiggestellt und kann als Vorlage den FormatVorlagen zugefügt werden.

Künftig muss dann nur noch der Textbereich des ersten Handzettels gestaltet werden. Mit einem Klick auf Etiketten synchronisieren werden alle Gestaltungselemente in die übrigen Handzettel übernommen.

3.3. Problemstellung 2: Klebeetiketten rationell bedrucken

Eine mit dem EtikettenAssistenten erstellte DokumentVorlage zum Bedrucken von 24 Klebeadressen soll zur Vorhaltung von jeweils 3 verschiedenen Sätzen AdressEtiketten mit jeweils 8 gleichlautenden Etiketten erstellt werden. Jede Adresse soll nur einmal geschrieben und anschließend in 7 weitere Adressrahmen per Knopfdruck übernommen werden. Dennoch sollen anschließend an jeder einzelnen Adresse noch Änderungen möglich sein.

3.4. Vorgangsbeschreibung 2

3.4.1. Etikettenformular erstellen

Zunächst wird ein Etikettenformular erstellt, wie es in Vorgangsbeschreibung 1 beschrieben ist. Auch hier werden die generierten Elemente zur Weiterverarbeitung verwendet, obwohl eigentlich schon die 24 gewünschten Etiketten vorhanden sind.

Die Verknüpfungen dieser Etiketten sind so angelegt, dass nur ein MasterLabel existiert und alle übrigen damit verknüpft sind. Deshalb kann mit der erzeugten Vorlage auch nur ein Etikettbogen mit 24 gleichlautenden Adressetiketten angelegt werden. (Dass damit unter Verwendung von Feldbefehlen, die auf eine Datenbank zugreifen, auch 24 verschiedene Adressetiketten erzeugt werden können, wird in Vorgangsbeschreibung 3 beschrieben.)

Deshalb werden wieder 23 (als Zeichen verankerte!) TextRahmen markiert und gelöscht.

3.4.2. Formatieren von drei Etikettensätzen für eine DIN A4-Vorlage

Die drei Etiketten in der ersten Reihe sollen die Eingabe alternativer Texte ermöglichen. Nach dem Klick auf den Schalter Etiketten synchronisieren soll der jeweilige Text in die darunter positionierten Etiketten übernommen werden.

Schritt 1:

Am oberen Rand der Vorlage sind jetzt drei TextRahmen für die Adresseneingabe. Jeder hat einen Bereich mit eigenem Namen, mit dem die nun folgenden Bereiche verknüpft werden können.

Schritt 2:

Diesen neu bearbeiteten TextRahmen kopieren und noch weitere sechs Mal nach unten einfügen. Dabei werden für die neuen Bereiche automatisch Namen in der Reihenfolge ihrer Erzeugung vergeben und zwar Bereich1, Bereich2, bis Bereich 7.

Schritt 3: In der zweiten Spalte wird mit dem Bereich Adresse2 verknüpft. Ansonsten sind die TextRahmen mit denen der ersten Spalte identisch. Wenn die erste Spalte gebildet ist, wird vorsorglich noch ein TextRahmen in die zweite Spalte eingefügt. In diesem TextRahmen muss dann nur die Verknüpfung mit dem Bereich Adresse2 geändert werden. Der geänderte TextRahmen wird dann ebenfalls sechs Mal nach unten eingefügt. Die dadurch entstandenen neuen Bereiche zählen weiter von Bereich 8 bis 14.

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Genauso wird mit der dritten Spalte verfahren, nur dass der Bereichsbezug auf Adresse3 geändert wird.

Damit ist das Etikettenformular fertiggestellt und kann als Vorlage den FormatVorlagen zugefügt werden.

Künftig müssen dann nur noch die Textbereiche der Etiketten in der ersten Reihe gestaltet werden. Mit einem Klick auf Etiketten synchronisieren werden alle Gestaltungselemente in die Etiketten darunter übernommen und können zur Vorrathaltung ausgedruckt werden. Diese Art der Formatierung eines Etikettenbogens ist besonders dann geeignet, wenn Klebeetiketten für wenige, verschiedene Adressaten gebraucht werden, die Anzahl der Ausdrücke aber begrenzt sein soll.

3.5. Problemstellung 3: Mehrere Etiketten pro Datensatz

Ein mit dem EtikettenAssistenten erstellte DokumentVorlage für 24 Klebeadressen soll für den Ausdruck von Adressen aus einer Datenbank formatiert werden. Für die Adresse auf dem Anschreiben und für die Versandadresse auf dem Kuvert (weil noch so viele ohne Adressfenster im Vorrat sind :) ), werden jeweils zwei gleichlautende Aufkleber gebraucht.

3.6. Vorgangsbeschreibung 3

3.6.1. Etikettenformular erstellen

Zunächst wird ein Etikettenformular erstellt, wie es in Vorgangsbeschreibung 1 beschrieben ist. Ebenso werden wieder 23 (als Zeichen verankerte!) TextRahmen markiert und gelöscht. Wenn der erste TextRahmen übrig geblieben ist, sollte der Bereichsnamen MasterLabel im Bearbeitungsfenster für Bereiche (Format -> Bereiche...) eingetragen sein.

3.6.2. Zugriff auf eine Datenbank

Voraussetzung für das Einspielen von Adressen aus einer Datenbank ist, dass diese entweder schon vorhanden ist oder zuvor erstellt werden muss. Darüber hinaus muss diese Datenbank als DatenQuelle angemeldet sein. (Nähere Erläuterungen in DatenquellenRegistrieren.)

Eine eingehende Erklärung, wie Adressen mit Hilfe von Feldbefehlen erstellt werden können, ist unter AdressenMitFeldbefehlen zu finden.

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In den Abbildungen wird eine Test-Datenbank gezeigt, mit Hilfe derer nur der Vorgang erläutert werden soll, wie Datenfelder als Feldbefehle in ein Dokument übernommen werden können. Die Formatierung von Adressen ist nicht Gegenstand dieser Erläuterung.

3.6.3. Formatieren der Adressbereiche

Gestaltung der Adresse im ersten TextRahmen:

Hinweis: Im Menüpunkt Ansicht ist die Anzeige Feldnamen aktiviert. Für die Anzeige ist es aber günstiger, diesen Punkt zu deaktivieren.

Am Ende der Adresse wird nun der Feldbefehl Nächster Datensatz eingefügt. Dazu mit Strg+F2 den Feldbefehlcontainer öffnen. Im Bereich Datenbank -> Feldtyp ist dieser Feldbefehl zu finden.

Fertigstellen der TextRahmen für die Eingabe:

Da später nacheinander in zwei Etiketten dieselbe Adresse stehen soll muss das bei der Gestaltung der Adressen mit Hilfe von Feldbefehlen berücksichtigt werden. Deshalb wird der erste TextRahmen kopiert und dahinter noch einmal eingefügt. Jetzt muss im ersten TextRahmen der Feldbefehl Nächster Datensatz wieder gelöscht werden.

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Hinweis: In die Feldbefehle werden später nur Daten eingespielt. Die Weitergabe der Formatierung der Adressfelder über Etiketten synchronisieren erfolgt über die

Einstellungen im Bereichsfenster der TextRahmen:

Fertigstellen des Etikettendokuments:

In den Etiketten sind noch immer nur die Feldbefehlsnamen zu sehen. In jedem zweiten Adressfeld ist zusätzlich der Feldbefehl Nächster Datensatz vorhanden.

Nach Fertigstellung des Dokuments sollte es als DokumentVorlage im Stylisten bzw. neu: FormatVorlagen zur Dateneingabe vorgehalten werden.

Einspielen der Datenbankdaten:

Das Einspielen der Datenbanken sollte grundsätzlich erst dann erfolgen, wenn die Vorlage als unbenannt x zur Verfügung steht. Dazu wird der DatenQuellen-Browser mit F4 geöffnet.

Da jede Adresse im vorliegenden Fall zweimal eingespielt wird, haben auf einem Bogen 12 Datensätze Platz. Diese können im Browser markiert und über den Knopf Daten in Felder eingespielt werden.

Wird der ausgefüllte Bogen mit den gleichen Daten immer wieder gebraucht, kann er unter eigenem Namen abgespeichert werden. Dann aber empfiehlt es sich, die Verknüpfungen mit der zuständigen Datenbank zu lösen. Das kann über Bearbeiten -> Verknüpfungen schnell realisiert werden. Beim Öffnen des Dokuments entfällt dann die lästige Abfrage, ob die Verknüpfungen aktualisiert werden sollen. Dadurch werden aber nur die Verknüpfungen mit den Bereichen der MasterLabels gelöst und der Schreibschutz aufgehoben. Die Verbindung zur Datenbank ist davon nicht betroffen. In die Feldbefehle können deshalb weiterhin Daten von dort eingespielt werden.

Bei der Größe der Etiketten kann es vorkommen, dass Datenfelder umgebrochen werden und sich dadurch die vorgesehe Formatierung verändert. Durch die Aufhebung des Schreibschutzes kann aber jetzt jedes einzelne Etikett nachformatiert werden.

Hinweis: Falls eine Nacharbeitung nur in einem Bereich eines verknüpften TextRahmens erforderlich ist, kann auch nur für diesen über das Bereichsfenster der Schreibschutz aufgehoben werden.


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