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Es gibt zwei Arten, Eingabefelder zu verwenden:

Bei der ersten Art kann man sie ähnlich wie PlatzHalter oder Formularfelder verwenden. Der Unterschied zu Platzhaltern und Formularfeldern besteht darin, dass man sie zum Ausfüllen nicht einzeln anklicken muss (und sich dazu durch das Dokument bewegen muss), sondern die Daten bequem in einem Eingabedialog (automatisch beim Öffnen des Dokuments) erfasst. Außerdem sind Eingabefelder nicht sichtbar (es sei denn, die Option Feldnamen im Menü Ansicht ist aktiviert), werden also auch nicht gedruckt, wenn nichts eingegeben wurde.

Bei der zweiten Art füllt man mit Eingabefeldern Variablen, d.h. diese Eingabefelder sind Variablen zugeordnet.

1. Eigenschaften von Eingabefeldern

Wenn eine Dokumentvorlage Eingabefelder enthält und man daraus ein neues Textdokument erstellt, so erhält man als erstes – noch bevor man in den Bearbeitungsmodus des Dokumentes gelangt - einen Eingabedialog, der nacheinander alle Eingabefelder abfragt.

Eingabefelder werden vor allem in DokumentVorlagen verwendet.

Man füllt die Felder direkt in diesem Dialog aus, kann ihn jederzeit verlassen und/oder zum nächsten Eingabefeld weiterklicken.

ef2.png

Anders als man vielleicht erwarten würde, haben Eingabefelder keinen Feldnamen wie etwa eine Variable, sondern nur ein Feld für einen Hinweis, in welchem man eine kurze Erklärung hinterlegt, die dem Anwender erläutert, was er hier eingeben soll. Im obigen Beispiel lautet der Hinweis Name, wenn z.B. in einem Briefdokument der Name des Adressaten eingetragen werden soll.

2. 1. Art : Eingabefelder als eine Art unbenannter Platzhalter

Sie sind dann geeignet, wenn an vielen Stellen Felder auszufüllen sind, z.B. in einem Formular oder einem Formbrief. Man fügt sie über Einfügen → Feldbefehl → Andere… Funktionen, Feldtyp: Eingabefeld ein und gibt Ihnen einen Hinweis mit, dem der Anwender entnehmen kann, was er ausfüllen muss. Dieser Anwendungsbereich überschneidet sich teilweise mit demjenigen von Formularfeldern.

2.0.1. Beispiel 1: Brief

ef10.png

Aufforderung, die Betreffzeile für einen Brief zu erfassen. Die Formatierung des eingegebenen Textes erfolgt aufgrund des Zeichen- bzw. Absatzformates, welches an der Stelle des Feldbefehls gültig ist.

2.0.2. Beispiel 2: Multiple choice

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In jedem der kleinen Rahmen befindet sich ein Eingabefeld und der Anwender gibt ein "X" ein für jedes, das er aktiviert haben will. Wenn man im Zeichenformat an der Stelle der Eingabefelder das Schriftattribut Titelschrift setzt, kann man dafür sorgen, dass alle eingefügten X Großbuchstaben sind, egal, was ob der Anwender große oder kleine x eingibt.

3. 2. Art : Mit Eingabefeldern Variablen für Briefkopf und -anrede ausfüllen

Diese Form der Eingabefelder eignet sich ausgezeichnet für Briefvorlagen. Indem man die Adressdaten an Variablen übergibt, kann man sie nicht nur zur Anzeige im Dokument benutzen sondern auch in Feldbefehlen wie BedingterText oder VersteckterAbsatz verwenden.

Wenn man solche Eingabefeld/Variablen-Kombinationen in einer Dokumentvorlage einrichtet, so bekommt man beim Erstellen eines neuen Dokumentes aus dieser Vorlage einen Eingabedialog, der alle Felder abfragt. Man muß sich also nicht durch das Dokument bewegen, um alle darin enthaltenen Variablen auszufüllen, sondern tut das zentral in einer Maske und automatisch erscheinen die so befüllten Variablen an allen Stellen im Dokument, an denen sie mit Variable anzeigen eingerichtet wurden.

3.1. Schritt 1: Variablen definieren

Im FeldBefehl-Register Variablen wählt man den Eintrag Variablen setzen, vergibt einen Namen, definiert einen Typ und entscheidet, ob die Variable sichtbar sein soll oder nicht. Nachfolgend die typischerweise für einen Brief benötigten Variablen:

Variablenname

Variablendefinition

Einfügeort im Dokument

Anredecode

Typ: Zahlen ohne Nachkommastellen
unsichtbar
Wert: 0

egal, da unsichtbar 1

Vorname

Typ: Text
unsichtbar
Wert: [Leerzeichen]

egal, da unsichtbar (siehe Anmerkung zu Anredecode)

Name

Typ: Text
sichtbar
Wert: [Leerzeichen]

erste Adresszeile

Strasse

Typ: Text
sichtbar
Wert: [Leerzeichen]

zweite Adresszeile

Ort

Typ: Text
sichtbar
Wert: [Leerzeichen]

dritte Adresszeile

3.2. Schritt 2: Eingabefelder definieren

Anders als die Eingabefelder im vorigen Kapitel werden die hier verwendeten Eingabefelder aus dem FeldBefehl-Register Variablen eingefügt.

Man wählt den Feldtyp Eingabefeld, markiert die Variable, der das Eingabefeld zugeordnet werden soll, das gleiche Format, das für die Variable festgelegt wurde, als Hinweis am besten den Namen der Variablen und klickt auf Einfügen.

Beim Eingabefeld für den Anredecode erfasst man eine Erklärung, wie es auszufüllen ist, damit die Variablenbelegung korrekt erfolgt

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3.3. Schritt 3: Adressblock fertigstellen

3.3.1. Erste Adresszeile

An den Anfang der Zeile kommen drei FeldBefehle vom Typ BedingterText direkt - ohne Abstand - hintereinander.

Bedingung für den ersten Feldbefehl:
WENN Anredecode == 1 DANN: "Herr " SONST: bleibt leer
Bedingung für den zweiten Feldbefehl:
WENN Anredecode == 2 DANN: "Frau " SONST: bleibt leer
Bedingung für den dritten Feldbefehl:
WENN Vorname != " " DANN: Vorname2 SONST: bleibt leer

Zwischen Vorname und Name muss nun noch ein Leerzeichen, das aber unterdrückt werden soll, wenn kein Vorname erfasst wurde. Dafür wird ein Feldbefehl vom Typ VersteckterText eingefügt:
WENN Vorname == " " DANN: " "
Vor und nach diesem Feldbefehl stehen keine Leerzeichen im Dokument, er ist direkt zwischen die Variablen Vorname und Name geklemmt.

3.3.2. Zweite Adresszeile

Dies ist die Zeile mit der Straße. Damit keine Leerzeile im Adressblock erscheint, wenn keine Straße eingegeben wurde, wird in diesem Absatz ein Feldbefehl vom Typ VersteckterAbsatz eingefügt.
WENN Strasse == " "

3.4. Schritt 4: Briefanrede

Der Absatz beginnt mit:

Sehr geehrte

Direkt anschließend - ohne Leerzeichen – kommt ein Feldbefehl vom Typ BedingterText:
WENN Anredecode == 1 DANN: "r" SONST: bleibt leer.

Daran anschließend ein Leerzeichen eingeben und einen Feldbefehl vom Typ BedingterText:
WENN Anredecode == 3 DANN: "Damen und Herren" SONST: Name

4. Tipps

5. Siehe auch


KategorieWriter KategorieHowto

  1. „Egal“ ist nicht ganz richtig. Wenn man das Eingabefeld mit einer Variablen verbindet, muss die Variable auf jeden Fall vor der ersten Einfügestelle im Dokument definiert worden sein. Variablen können mehrere Instanzen haben, d.h. sie können im Dokument mehrfach mit unterschiedlichen Inhalten belegt werden. Wenn man also eine Variable anzeigen will, sucht das Programm nur nach Variablendefinitionen, die vor dem Anzeigeort liegen.
    Man kann statt Variablen auch Benutzerfelder verwenden. Dieses sind Globalvariablen und können immer nur einen Wert enthalten. Bei Benutzerfeldern spielt es also definitiv keine Rolle, wo im Dokument sie eingefügt werden. (1)

  2. Variablennamen werden – anders als die Texte oben – nicht in Anführungszeichen gesetzt. (2)


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