Archiv des LibreOffice- und OpenOffice.org-Wiki

[ÜberSicht] [TitelIndex] [WortIndex] [SeiteFinden

(./) SO7 OOo1.1

Der Artikel erklärt das Arbeiten mit 3D-Szenen und den darin enthaltenen 3D-Objekten.

1. Was ist eine 3D-Szene?

Wenn man mit den SchaltFlächen in3Dalt.png , in3drotationskoerperalt.png oder in3drotationskoerperneu.png ein Objekt erzeugt oder eines der fertigen Objekte aus der Symboleiste 3D-Objekte icon3dobjekte.png benutzt, wird eigentlich kein einzelnes 3D-Objekt erzeugt sondern eine 3D-Szene, was ein Blick links unten in die StatusLeiste verrät.

leiste3dobjekte.png
satusleiste.png

Eine 3D-Szene ist eine Gruppierung von 3D-Objekten. Mit Ändern → Gruppierung betreten gelangen Sie in die 3D-Szene hinein. Nun sehen Sie in der Statusleiste, dass ein 3D-Objekt ausgewählt ist. Je nach Objekt steht dort Würfel, Kugel, Extrusionsobjekt oder Rotationsobjekt. Mit Ändern → Verlassen kommen Sie wieder aus der 3D-Szene hinaus. Auch die üblichen Funktionstasten F3 (Gruppierung betreten) und Strg+F3 (Gruppierung verlassen) funktionieren mit 3D-Szenen.

2. Szene und Objekt unterscheiden

Seien Sie sehr aufmerksam beim Klicken und kontrollieren Sie immer, ob die 3D-Szene aktiv ist oder ein Objekt in der Szene. Auch mit einem Doppelklick gelangen Sie in die Szene hinein. Dann ist kein Objekt markiert, die StatusLeiste ist leer und Sie denken vielleicht, dass das Objekt auf Doppelklick nicht reagiert hat. Aber wie beim Betreten anderer Gruppierungen auch, sind die ZeichenObjekte außerhalb der Gruppe aufgehellt dargestellt. Wenn Sie nun auf ein Objekt klicken und drehen, wird tatsächlich nur dieses Objekt gedreht. In den Abbildungen ist ein grünes, zweidimensionales Rechteck dargestellt, zusammen mit einer 3D-Szene, die eine Kugel enthält.

woszenemarkiert.png

Die gesamte Szene wird angesprochen. Das Rechteck ist dunkel, wir befinden uns außerhalb der Szene.

wokugelmarkiert.png

Wir befinden uns innerhalb der Szene, das Rechteck ist aufgehellt. Die Kugel wird angesprochen.

wonichtsmarkiert.png

Auch hier befinden wir uns innerhalb der Szene, aber es ist dort nichts markiert.

Auch bei Größenänderungen (Ziehen an den grünen Griffen oder Format → Position und Größe…) müssen Sie beachten, ob die Szene oder das Objekt aktiviert ist. Eine Szene kontrolliert die Darstellung der Objekte auf der zweidimensionalen Zeichenebene. Wenn Sie bei einer 3D-Szene die „Höhe“ verändern, werden nicht die in der Szene enthaltenen Objekte verändert, sondern nur die Darstellung auf der Zeichenebene. Wenn Sie also die „Höhe“ der Szene verdoppeln, dann legen Sie fest, dass von nun an die vertikale Richtung doppelt so groß dargestellt werden soll. Diese Festlegung bleibt auch erhalten, wenn Sie die Szene drehen. Dadurch sehen die Objekte der Szene immer in vertikaler Richtung gestreckt aus. Wenn Sie tatsächlich die Höhe eine Objekts verändern wollen, müssen Sie die Szene betreten und dann wirklich nur das Objekt ändern.

In den Beispielen wurde ein Zylinder mit 1cm Höhe und 1cm Durchmesser benutzt. Im linken Teil wurde die vertikale Richtung der Szene verdoppelt, im rechten Teil wurde die Höhe des Zylinders verdoppelt. Bei beiden wird dann die Szene jeweils um 45° sowie diagonal gedreht.

bild6.gif bild7.gif bild8.gif bild9.gif mitverzerrungschraeg.png

ohneverzerrung1.gif ohneverzerrung2.gif ohneverzerrung3.gif ohneverzerrung4.gif ohneverzerrungschraeg.png

3. Neues Objekt hinzufügen

Hier wird am Beispiel einer Spielfigur gezeigt, wie Sie einer 3D-Szene ein neues Objekt hinzugefügen.

kombination1.png

Erzeugen Sie zunächst die beiden Objekte (exakter: die beiden Szenen) unabhängig voneinander. Hier wurden die Kugel und ein Kegel aus der ObjektLeiste 3D-Objekte benutzt.

dialogeinschalten.png

Schalten Sie beide 3D-Szenen auf Parallelprojektion um. Dazu benötigen Sie den Dialog 3D-Effekte, den Sie über das KontextMenü einer 3D-Szene einschalten können. Wenn die SchaltFläche perspektiveeinaus.png nicht gedrückt ist, dann ist die Szene in Parallelprojektion. Sie müssen Änderungen mit der Schaltfläche zuweisen.png zuweisen, damit sie wirksam werden. Dieser Schritt ist wegen issue 67847 erforderlich.

rotationsmodus.png

Dann drehen Sie die Szenen in eine aufrechte, gerade Position. In den Drehmodus kommen Sie mit zwei einfachen Klicks. Zum Drehen fassen Sie dann an die roten Griffe.

kombination2.png

Klicken Sie auf die Kugel und übernehmen Sie die Szene mit Bearbeiten → Kopieren in die ZwischenAblage. Wenn Sie sicher sind, dass Sie das Original nicht mehr benötigen, können Sie auch Bearbeiten → Ausschneiden benutzen. Anderenfalls schieben Sie die Kugel anschließend etwas beiseite.

kombination3.png

Klicken Sie nun auf den Kegel. In der StatusLeiste sehen sie „3D Szene markiert“. Betreten sie diese Szene über Ändern → Gruppierung betreten. Sie sehen, dass wie üblich die Elemente, die nicht zur Gruppe gehören, etwas heller dargestellt werden.
Benutzen Sie dann Bearbeiten → Einfügen. Jetzt werden aus der Zwischenablage die Objekte, die in der Szene liegen (also die Kugel), eingefügt. Es wird nicht die gesamte „Kugel“-Szene eingefügt, weil innerhalb einer Szene keine weiteren Szenen möglich sind.

kombination4.png

An der alten Position der Kugel ist jetzt eine neue Kugel hinzugekommen, die zu der „Kegel“-Szene gehört.

kombination5a.png

Diese neue Kugel können Sie nun anfassen und zu dem Kegel verschieben. Verlassen Sie anschließend die Szene mit Ändern → Verlassen

kombination5b.png

Sie sehen hier, dass sich 3D-Objekte beim Kombinieren durchdringen. Es gibt also keinen Stapel wie bei Flächen. Die Objekte bleiben dabei jedoch separate Objekte. Ein Verschmelzen zu einem Objekt wie bei Flächen ist nicht möglich.

kombination6a.png

Nun müssen Sie die Objekte zueinander ausrichten. Sie können ein Objekt nicht vor oder zurück bewegen, sondern nur parallel zur Zeichenebene. Sie müssen daher die gesamte Szene zunächst um 90° drehen.

kombination6b.png

Betreten Sie die Szene wieder und richten die Objekte zueinander aus. Achten Sie mit einem Blick in die Statusleiste darauf, welches Objekt markiert ist. Mit der Tabulatortaste können Sie zum nächsten Objekt wechseln, falls dies mit der Maus nicht gelingen sollte. Verlassen Sie dann die Szene.

kombination7a.png kombination7b.png

Nun können Sie die gesamte 3D-Szene drehen und ihre Spielfigur von allen Seiten betrachten.

animierteGrafik.gif

Damit Sie sehen, dass es wirklich eine 3D-Szene ist, wurde aus einigen Drehungen nach Art eines Daumenkinos ein animiertes Bild erstellt. Das Werkzeug dazu finden Sie im Modul Impress unter Einfügen → Animiertes Bild…

4. Automatisch mehrere Objekte erzeugen

Es gibt einige Situationen, bei denen automatisch mehrere Körper innerhalb einer 3D-Szene erzeugt werden. Es folgen einige Beispiel.

nameoriginal.png nameextrudiert.png

Bei einem 2D-Objekt mit Beschriftung, werden beim Extrudieren die Buchstaben als separate Objekte generiert und sie haben eine größere Extrusionstiefe.

winteroriginal.png winterextrudiert.png

Auch bei einem Textrahmen wird aus jedem Buchstaben ein einzelner Körper.
Die Szene wurde aus geringer Entfernung mit kurzer Brennweite aufgenommen und von links in blau und gleichzeitig von rechts mit grün beleuchtet. Der Betrachter steht in der Mitte vor den Buchstaben.

torteoriginal.png torteextrodiert.png

Wenn Sie mehrere 2D-Objekte gemeinsam markieren – nicht gruppieren – und extrudieren, werden sie gemäß ihrer Stapelreihenfolge mit verschiedenen Tiefen umgewandelt, so dass das vormals obere Objekt erhaben erscheint.

castle2klein.png castleextrudiert.png

Besitzt das Objekt eine Umrandung, so entsteht nach dem Extrudieren ein separater Rahmen. Im Beispiel wurde ein Bild eingefügt und mit der Linieneigenschaft eine Umrandung gesetzt. Nach dem Extrudieren wurde die Kantenrundung auf 50% erhöht und ein Glanzpunkt mit der Intensität 90% gesetzt.


KategorieGrafik


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28