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(./) OOo2

Mit einer TextVerarbeitung wird hauptsächlich geschrieben, in einer TabellenKalkulation mit Formeln gearbeitet, da gibt es nicht sehr viele wirklich unverständliche Begriffe. Wenn man vom Formatieren oder der Rechtschreibprüfung, von Funktionen oder Filtern spricht, können sich die meisten irgendetwas darunter vorstellen.
Bei einem Zeichenprogramm wird für die vielen speziellen Manipulationen, die auf Grafikobjekte angewendet werden können, ein eigenes Vokabular benötigt, bei dem die verwendeten Begriffe nicht immer automatisch mit einer Vorstellung verbunden werden können. Zum Teil hat man es mit Fachbegriffen aus dem Umfeld der Grafiker zu tun, zum Teil sind es einfach programmspezifische Wörter, die man nicht immer gleich mit einem Inhalt zu füllen vermag.
In diesem Artikel werden einige dieser Begriffe gesammelt und mit Links zu Artikeln verdeutlicht, in denen auf konkrete Beispiele eingegangen wird.

1. Hilfsmittel

Wenn man Objekte exakt positionieren möchte, ist ein sichtbares Raster hilfreich. Ein solches Raster läßt sich sogar als FangRaster benutzen, das wie ein Magnet in der Nähe liegende Objekte anzieht und eine Positionierung von Objekten außerhalb der Rasterpunkte nicht zuläßt.

Zudem kann man an beliebigen Stellen Fanglinien oder -punkte einrichten.

Auch bei maßstabsgerechten Zeichnungen kann Draw Sie unterstützen: Unter Extras → Optionen → Draw → Allgemein können sowohl ein Maßstab wie auch eine Maßeinheit bestimmt werden.

2. Die "Leinwand"

Leinwand ist kein Begriff von Draw; gemeint ist die Seite, doch der Seitenbegriff trifft die Zeichenfläche, auf der man arbeitet, auch nicht so recht, wenn man an Seiten in Textdokumenten denkt. Diese – sagen wir Fläche – wird im Wesentlichen von drei Definitionsbereichen bestimmt:

Im Seitenformat können einige wenige Formateinstellungen vorgenommen werden (Format → Seite), mit Ebenen wird die Schichtung des Dokumentes gesteuert (man kann Objekte auf verschiedenen Ebenen anordnen) und auf einer sog. MasterSeite können Hintergrundobjekte platziert werden, die man aus dem normalen Editiermodus heraushalten, aber allen Seiten einer Zeichnung zugeordnet wissen möchte.

Im Unterschied zu Grafikprogrammen kann man in Draw eine Zeichnung mit mehreren Seiten anlegen. Es ist aber nicht möglich, den Seiten unterschiedliche Formate zuzuweisen.

3. Objekte ausrichten, anordnen

Die Ausrichtung von Objekten meint ihre zweidimensionale Ausrichtung gegenüber anderen Objekten oder der Seite, während die Anordnung von Objekten ihre Schichtung übereinander betrifft.

Bei drei oder mehr Objekten kann man diese vom Programm auch verteilen lassen.

Neben dem horizontalen und vertikalen Kippen von Objekten, das man über Ändern → Spiegeln erreicht, gibt es unter den Effekten eine variable Spiegelgerade, mit der man Objekte flexibel spiegeln kann.

4. Objekte zueinander in Beziehung bringen, verbinden

Alles – auch Texte – was man in ein Zeichnungsdokument einfügt, ist zunächst ein eigenständiges Objekt und bleibt es im Grunde auch. Aus Grafikprogrammen sind Sie es vielleicht gewöhnt, direkt im Bild zu zeichnen, eingefügte Grafiken oder Textpassagen direkt mit dem Untergrund zu verschmelzen. Wenn sie also nicht durch eine entprechende Ebenenorganisation dafür gesorgt haben, dass Bildteile auf eigenen Ebenen gestapelt werden, löschen Sie mit jedem Einfügen eines Objektes das, was sich vorher an dieser Stelle befand.

In Draw wird auch ohne bewußte Ebenen-Anwendung immer gestapelt. Objekte überlagern sich zwar, aber solange man sie nicht gezielt verbindet, sind sie einzeln greifbar, ihre Stapelreihenfolge kann geändert, sie können entfernt oder einzeln bearbeitet werden.

Um Objekte miteinander zu koppeln, gibt es verschiedene Instrumente.

Indem man mehrere Objekte gruppiert, packt man sie quasi in einen Container ohne ihre Struktur zu verändern. Aus diesem Container kann man sie jederzeit wieder "auspacken".

Statt Objekte zu gruppieren, kann man sie auch kombinieren, wobei im - Unterschied zur Gruppierung - eine gegenseitige Beeinflussung in Form einer Formatübertragung stattfindet.

Eine noch stärkere Veränderung als bei der Kombination lösen die Varianten aus, welche die Funktion Formen bietet. Hier können gemeinsam markierte Objekte verschmolzen, subtrahiert oder geschnitten werden.

Wer bei diesen Kombinationen und Formungen wen beeinflusst, ist davon abhängig, welches Objekt sich "weiter oben" bzw. "weiter unten" im Stapel befindet - dies unabhängig davon, ob die Objekte über- oder nur nebeneinander liegen.

Beim Thema verbinden darf natürlich die Objektgruppe der Verbinder nicht fehlen und im gleichen Zusammenhang müssen auch die Klebepunkte erwähnt werden.

Speziell für Linien – wenn auch bei Bedarf auf andere Draw-Objekte anwendbar – gibt es eine weitere Verbindungsart, bei der keine Kombination von Verbindern und Linienobjekten entsteht, sondern ein einziges neues Linienobjekt. Um daraus wieder Einzelobjekte zu bekommen, muss ein solches Objekt erst wieder aufgebrochen werden.

5. Flächeneigenschaften

Mit dem Aufruf Format → Fläche erhält man Zugriff auf die Optionen von flächigen Zeichnungsobjekten (für Linien stehen diese normalerweise nicht zur Verfügung).1

tv6.png

Transparenz und Farbverläufe lassen sich individuell anpassen.

Wenn Ihnen die Schraffuren nicht genügen, die standardmäßig angeboten werden, öffnen Sie mit dem Icon Schraffurentabelle laden die weiteren Varianten, die Draw zur Verfügung stellt, oder erstellen Sie mit Hilfe der Eigenschafts-Optionen im Schraffur-Register eigene Variationen.

Mit Bitmapmustern können einerseits "Tapetenmuster" - also Motivwiederholungen - erzeugt oder ein Bild auf die gesamte Objektfläche ausgedehnt werden.

6. Aus eins mach viele

Zum Kopieren muss hier nicht viel gesagt werden, Objekte können einzeln kopiert weren oder man kann mehrere Objekte zusammen auswählen und kopieren.

Ein sehr interessanter Ansatz ist jedoch das Duplizieren - wobei es eigentlich vervielfältigen heißen müsste.

7. Objekte Bearbeiten

Bevor ein Objekt (oder eine Objektgruppe) bearbeitet werden kann, muss es ausgewählt werden. Für das Bearbeiten von Objekten stellt Draw sog. Griffe in verschiedenen Varianten (abhängig vom Bearbeitungsziel) zur Verfügung.

Eine häufig gebrauchte Anwendung ist sicherlich das Drehen oder auch das Spiegeln von Objekten. Und wer ein paar Stunden übrig hat, bekommt vielleicht Lust, sich mit den Verzerrungseffekten zu beschäftigen.

Um Objektformen ganz detailliert bearbeiten zu können, muß man die Punkte eines Objektes bearbeiten.

8. Bilder

Die Bearbeitung von Grafik-Dateien ist nicht eine der Hauptdisziplinen des Zeichnungsprogrammes Draw. Man bearbeitet mit Draw Grafik-Dateien auch nie direkt, es gibt keine Importfilter, mit denen man ein Grafik-File über Datei → öffnen in einen Bearbeitungsmodus holen könnte. Man muß eine Grafik über Einfügen → Bild → aus Datei in ein bestehendes Zeichnungsdokument einfügen. Man kann auch nicht direkt in einem eingefügten Bild "malen", also das Bild mit Pinsel- Radier- oder Brushwerkzeugen direkt manipulieren.

Wenn das Bild fertig bearbeitet ist und man es wieder einzeln als Grafik-Datei benötigt, muß man es über Datei → exportieren in eines der Grafik-Formate exportieren.

Wenn Bilder einzufügen sind, soll manchmal der Bildausschnitt angepaßt werden. Mit der Pipette kann man auf einzelne Bildfarben zugreifen und auch einige Filter stehen zur Verfügung sowie ein Farbwert-Dialog für die Manipulation von Helligkeit, Kontrast und RGB-Wert. Auch Einstellungen zur Transparenz sind möglich.

Bilder können auch gruppiert (mit anderen Bildern oder beliebigen Draw-Elementen) werden und die ganze Gruppe kann dann wieder als neues Bild exportiert werden.

9. Schriften

Für die Bearbeitung von Schriftzügen stellt Draw das Modul FontWork zur Verfügung. Aber auch mit einfachen Mitteln lassen sich reizvolle Effekte erzielen, wie sie auf der Seite DrawSpielereien entdecken können oder auf der Seite SchriftzügeGrafischBearbeiten.

10. Tipps

11. Index

12. Siehe auch


KategorieGrafik KategorieFachbegriff

  1. Wenn man einem Linienobjekt eine Linienstärke > 0 zuweist, kann man es in eine Kontur umwandeln (Menü Ändern) und bekommt damit auch wieder Flächeneigenschaften. Eine geschlossene Kurve kann in ein Polygon umgewandelt werden und bekommt dadurch ebenfalls Flächeneigenschaften. (1)


LizenzBedingungen | AnbieterKennzeichnung | DatenschutzErklärung | Stand: 2013-04-28