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Die Werkzeuge zum Verzerren befinden sich auf der SymbolLeiste Effekte 1. Beim Verzerren wird ein Objekt auf eine Art elastisches Raster gelegt. Beim Manipulieren dieses Rasters entsteht dann der Zerr-Effekt.

Es gibt drei Varianten dieser Funktion 2:

Diese Funktionen benötigen vektorisierte Objekte. Daher stehen sie nicht immer sofort zur Verfügung. Je nachdem muss ein Objekt erst umgewandelt werden. In den folgenden Beispielen finden Sie Varianten dazu.

1. Setzen auf Kreis (perspektivisch)

Ausgangspunkt ist ein achteckiger Stern aus der Symbolgruppe Sterne. Wenn das Objekt ausgewählt ist und man das Symbol Setzen auf Kreis (perspektivisch) angeklickt hat, erscheint der Hinweis, dass das Objekt zuerst in eine Kurve umgewandelt werden muss. Nach Bestätigung dieser Aufforderung steht die Funktion zur Verfügung.
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Im Folgenden sehen Sie jeweils auf der linken Seite die Bewegung mit dem Zerr-Werkzeug, rechts dann das Ergebnis.

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Tipp:
Beginnen Sie mit einfachen Formen und probieren Sie, wie das Objekt sich bei verschiedenen Zugrichtungen an verschiedenen Eckpunkten verhält
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2. Setzen auf Kreis (schräg stellen)

Für das Beispiel Setzen auf Kreis verwenden wir einen Schriftzug und ein Rechteck. Die beiden Objekte werden nacheinander bearbeitet, der Schriftzug liegt dabei im Vordergrund.

2.1. Vorbereiten des Schriftzugs

Der Schriftzug muß zunächst umgewandelt werden: Ändern → Umwandeln → Kontur wobei pro Buchstabe ein Objekt entsteht, die standardmäßig gruppiert sind und damit wie ein Objekt behandelt werden können.

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Die Buchstabengruppe wird noch leicht in die Höhe gezogen.

Danach wird die Gruppierung aufgehoben und der letzte Buchstabe etwas nach rechts verschoben. Nun werden wieder alle Buchstaben ausgewählt, gleichmäßig verteilt und wieder gruppiert.

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2.2. Anwendung des Effektes

Zur besseren Orientierung wird eine FangLinie eingezogen und anschließend der Schriftzug am unteren rechten Griff im Halbkreis nach oben gezogen.

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Der gleiche Vorgang wird mit dem Rechteck wiederholt, wobei das Programm auffordert, das Rechteck in eine Kurve umzuwandeln.

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Durch Zug am mittleren rechten Griff (immer noch mit dem Zerr-Werkzeug) wird die Breite des ursprünglichen Rechtecks korrigiert.

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Tipp:
Durch eine geeignete horizontale Verteilung der Buchstaben kann man das Ergebnis beeinflussen:
Im nachfolgenden Beispiel ist der Raum zwischen den Teilworten nicht leer, sondern enthält einen zusätzlichen Buchstaben, dessen Fläche und Linie auf unsichtbar gesetzt wurden. Für die Buchstabenverteilung wurde die Gruppierung zunächst aufgehoben und die zwei Teilwörter untereinander angeordnet. Die jeweils äußersten Buchstaben wurden senkrecht untereinander ausgerichtet, um gleich breite Teilwörter zu erhalten. Die Buchstaben jedes Teilwortes wurden gemeinsam markiert und horizontal verteilt. Zum Schluß wurden wieder alle Buchstaben (samt "verstecktem") nebeneinander angeordnet, gemeinsam markiert, vertikal:unten ausgerichtet und gruppiert

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3. Zerren

In diesem Beispiel wird ein eingefügtes Bild verwendet. Ohne "Vorbehandlung" würde sich der Zerrvorgang nur auf die Objektform, also das Rechteck, auswirken und der Bildinhalt würde sich irgendwie als Flächenfüllung einpassen. Wenn jedoch der Bildinhalt selbst verzerrt werden soll, muß dieser zuerst vektorisiert werden.

3.1. Das Bild vorbereiten

Ausgangsobjekt ist ein Graustufenbild. Für diesen Vorgang eignen sich am besten Bilder mit wenigen kontrastreichen Farben. Hier wurde ein farbiger Untergrund gewählt, um die Veränderungen deutlicher zu machen.

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Im ersten Schritt wird das Bild mit einer Farbreduktion auf 16 Farben in ein Polygon umgewandelt (Ändern → Umwandeln) und anschließend aufgebrochen (Ändern → Aufbrechen), wobei 16 Polygone entstehen

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Nachdem die gemeinsame Markierung dieser 16 Objekte aufgehoben ist (einmal außerhalb des Bildes klicken), kann man sich mit der Tab-Taste durch die Objekte klicken und nicht benötigte Polygone löschen * . Im vorliegenden Fall entfernen wir den Hintergrund und machen das Objekt damit durchsichtig. Die verbleibenden Objekte werden gruppiert.

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* Aufgebrochene Bilder gehen zu Lasten der Performance und können das Arbeiten verlangsamen. Wenn es möglich ist, die Polygone ohne wesentlichen Qualitätsverlust zu reduzieren, sollte man das daher tun. Man kann z.B. per Tab-Taste von einem Polygon zum nächsten klicken, es aus dem Stapel ziehen und wenn man sieht, dass man nicht darauf verzichten kann, es mit CTRL+Z wieder an seinen Ort zurückversetzen und mit der Tab-Taste das nächste Polygon ansteuern. Bei Schwarz-Weiss-Zeichnungen kann es sogar sein, dass man nur eines der entstandenen Polygone benötigt und den Rest löschen kann.

3.2. Das Zerren

Ein Zug am unteren linken Griff des Objektes schräg nach oben zieht das Bild in einer sich verjüngenden Kurve nach links oben.

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Ein anschließender Zug am mittleren oberen Griff des Objektes schräg nach oben neigt das Bild und bläht es leicht auf.

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4. Siehe auch


KategorieGrafik

  1. Wenn Sie die Symbolgruppe Effekte nicht auf Ihrer Zeichnen-SymbolLeiste haben, finden Sie sie beim Anpassen der SymbolLeiste im Bereich Ändern (1)

  2. die Symbole sind nicht eindeutig an ihrer Form zu unterscheiden. Wenn man jedoch die Maus langsam darüber bewegt, erscheint als Auswahlhilfe die Symbolbeschreibung (2)


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