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Objekte innerhalb eines Draw-Dokumentes können verschiedene Objekt-Formate haben, von denen die möglichen Objekt-Eigenschaften abhängen. Die nachstehenden Beispiele folgen keiner theoretischen Abhandlung darüber, welches Objekt-Format welchen genauen Zweck hat - aus dem einfachen Grund, dass dem Autor das entsprechende Hintergrundwissen fehlt. Es handelt sich daher einfach um eine lose Beispielsammlung, die aus Versuchen und Beobachtungen entstand (und gern erweitert werden darf).

Der Aufruf erfolgt jeweils über das Menu Ändern oder im KontextMenü eines Objektes.

1. Verbinder → Polygon

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Hier wurden einige Verbinder (die mit der Funktion Duplizieren verfielfältigt worden waren) in ein Polygon umgewandelt, was dazu führte, dass die Funktion Ändern → Spiegeln:horizontal darauf angewendet werden konnte. Die Hälfte der Objekte wurde auf die Art "gekippt". Danach wurde die Objektgruppe via Ändern → Formen verschmolzen und ist nun kein Linienobjekt mehr, sondern verfügt auch über Fläscheneigenschaften, sodass man beispielsweise Schatten oder beliebige andere Flächeneigenschaften darauf anwenden kann

2. Text → Kontur

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Hier wurde ein Text in eine Kontur umgewandelt.

Dabei wird jeder Buchstabe zu einem eigenen Objekt, die automatisch gruppiert sind.

Die so entstandenen Polygone können mit der Punktbearbeitung verändert und ebenfalls mit Flächen- und Linieneigenschaften ausgestattet werden.
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3. Text → Polygon

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Wenn man für Texte als Umwandlungsformat Polygon wählt und anschliessend bei Buchstaben mit geschlossenen Bereichen das Kontextmenü aufklappt, stellt man fest, dass hier offenbar mehr als 1 Objekt entstanden ist. Hebt man die Kombination auf, so erhält man zunächst solche "Klekse", die man jedoch via Ändern → Formen → subtrahieren auch wieder weg bekommt. Oder man benutzt die inneren Teilobjekte für eigene Formatierungen. Dann sollte man sie aber wieder gruppieren.
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4. Kurve → Kontur

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Bei einer gezeichneten Kurve steht das Umwandlungsformat Polygon nicht direkt zur Verfügung, hingegen kann man sie in eine Kontur umwandeln. Damit erhält man ebenfalls wieder Flächeneigenschaften.

5. Linienobjekte → Kontur

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Wenn die Flächeneigenschaft Farbe von geschlossenen Objekten auf unsichtbar steht, wird bei der Umwandlung in eine Kontur die Linie zum Flächenobjekt mit den entsprechenden Eigenschaften. Der Innenraum läßt sich dann nicht mehr formatieren

6. Linienobjekte → Kontur → Polygon

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Ausgehend von den Konturen im vorigen Beispiel wurde das Dreieck in ein Polygon, die Treppe zunächst in eine Kurve, dann in ein Polygon umgewandelt. Aus beiden Objekten entstand eine Objektgruppe, die über Ändern → Kombination aufheben aufgelöst wurde. Beim Dreieck ergab sich ein Innen- und ein Außenobjekt. Bei selbst gezeichneten Objekten (Treppe) kommt es darauf an, ob sie geschlossen sind oder nicht. Im ersten Fall entstanden mehrere kleine Objekte an den Eckpunkten, im zweiten Fall entstand zusätzlich ein Innenraumobjekt.

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7. Gebogene Linien → Kontur

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Wenn man Linien mit Rundungen in Konturen umwandelt, werden diese wie Spiralkabel an der Außenlinie "aufgeklappt" 1. Schaltet man die Punktbearbeitung ein, so wird der Konturverlauf deutlich:
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Wenn Sie ein solches Objekt als geschlossene Kontur benötigen, gehen Sie von einem Objekt mit Flächenfüllung aus, kopieren und verkleinern Sie es, ordnen Sie die beiden mittig und zentriert an und subtrahieren Sie das kleinere vom größeren.
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8. Kreis → Kontur → Kurve → Polygon

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Der zur Kontur umgewandelte Kreis aus dem vorigen Beispiel wurde hier in eine Kurve und dann in ein Polygon umgewandelt. Daraus entstanden zwei neue Objekte, deren Kombination im Menu Ändern aufgelöst werden kann

9. Kreis → Polygon → Punktbearbeitung

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Die Punktbearbeitung steht für Standardformen erst nach einer Umwandlung z.B. in ein Polygon zur Verfügung. Dabei bekommt der Kreis im Beispiel auf der Kreislinie in regelmäßigem Abstand "Anfasspunkte", mit denen man den Umriss bearbeiten kann. Die Verbindungen zwischen diesen Punkten sind stets Geraden, der Kreis wird damit also zum Vieleck.

10. Kreis → Kurve → Punktbearbeitung

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Die zweite Art der Punktbearbeitung steht für unser Kreisbeispiel nach einer Umwandlung in eine Kurve zur Verfügung. Dabei bekommt der Kreis zunächst nur 4 Punkte für die Umrissmanipulation. Allerdings läßt sich mit diesen Punkten (und beliebigen weiteren, die man hinzufügen kann) die Kreislinie in Bogenform verziehen. Die Punkte selbst bekommen eine "Richgerade", mit der man die Kurvenlinie bestimmen kann.

11. Symbolform → Kurve/Polygon → Punktbearbeitung

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Wie bei Standardformen müssen auch Symbolformen zuerst in ein Polygon oder eine Kurve umgewandelt werden, damit die Punktbearbeitung zur Verfügung steht. Bei einigen der Formen entsteht bei dieser Umwandlung eine Objektgruppe, die zuerst aufgelöst werden muss, bevor man die einzelnen Teilobjekte per Punktbearbeitung verändern kann.

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12. Grafik → Metafile

Beim Uwandeln einer Grafik in ein Metafile kommt es meist zu einem Qualitätsverlust, der aber nicht in jeder Situation ins Gewicht fällt. Die Umwandlung hat verschiedene Konsequenzen

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Wenn man ein so umgewandeltes Objekt kopiert und in ein Writer-Dokument einfügt, kann man es beispielsweise drehen, eine Option, die für andere Grafiken im Writer nicht zur Verfügung steht.

Eine andere Auswirkung betrifft zugeschnittene Bilder. Normalerweise ändert man beim Zuschneiden nur den sichtbaren Ausschnitt, das Bild wird nicht verändert und kann jederzeit wieder im Originalzustand angezeigt werden. Wandelt man jedoch ein zugeschnittenes Bild in ein Metafile um, so wird die Grafik definitiv auf diesen Ausschnitt reduziert.

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13. Siehe auch


  1. Dieser Effekt tritt in Version 3 nicht mehr auf (1)


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